27.08.2020 - 15:42 Uhr
Haunritz bei WeigendorfOberpfalz

"Nackad sing i niad" kuriert mit Lachen, der besten Medizin

"Achtest Du bitte ein bisschen auf Deinen Abstand? Danke!" Zwei Schwestern aus Neukirchen haben sich etwas einfallen lassen, damit das jederzeit klappt.

„Sani“ heißt ein Song von „Nackad sin I niad“. Carola gibt ihn mit vollem Körpereinsatz zum Besten, während Daniela den Zollstock am Arm auf eineinhalb Meter Distanz gestellt hat.
von Redaktion ONETZProfil

"Urlaub dahoam": Zur Wiedereröffnung nach den Betriebsferien servierte Wirt Rainer Mayer vom Alten Fritz in Haunritz seinen Gästen Musik-Kabarett mit "Nackad sing i niad", dem Schwestern-Duo aus Neukirchen.

Bis halb Vier hatte es noch in Strömen geregnet, aber das Glück ist mit den Tüchtigen. Die Sonne kam heraus, der im korrekten Coronaabstand im Halbrund um die Freiluftbühne unter den Linden "bebankte" Kugelplatz strahlte im milden Abendlicht. Und aus allen Richtungen strömte gut gelaunt und fröhlich plaudernd das Publikum der ausverkauften Vorstellung zusammen.

Ein Konzert zu Coronazeiten? Klar - wenn alle aufpassen, geht das. Wie immer im Leben. Carola Helm und Daniela Ludwig sind gestandene Frauen, Pfarramtssekretärin und dreifache Mutter einerseits, Rettungsassistentin andererseits. Sie scheuen sich nicht, den Abgründen und dem "Schoaß" des Lebens in all seinen Facetten mit Humor entgegenzutreten. "Unser Thema ist, was so um uns herum passiert", antworten sie schmunzelnd auf die Frage, was sie inspiriert und binden die Blüten des Alltags zu einen abwechslungsreichen Strauß. Da, wo die meisten einen "blinden Fleck" haben oder ihrem Unmut im täglichen "Shitstorm" freien Lauf lassen, ziehen die beiden alle Register: mit Gesang, Sketchen, Kostüm - zur großen Begeisterung des Publikums.

Schon beim zweiten Lied gab's Szenenapplaus. Schön zu sehen, wie Carolas Kinder in der ersten Reihe saßen und mitfieberten. Die eigenen Kinder sind meist die härtesten Kritiker. Klar, dass auch das Motto des Programms "... achtest Du bitte ein bisschen auf Deinen Abstand? Danke!" auf der Bühne von den Schwestern konsequent durchgefochten wurde. Daniela hatte zu diesem Zweck extra am rechten Oberarm einen Zollstock fixiert.

Schon nach kurzer Zeit schwebten alle schmunzelnd und klatschend auf einer Wolke der Heiterkeit. So entspannt, so fröhlich (und dabei ganz ohne gesundheitsgefährdende Übertreibung) ist schon lange kein Abend ins Land gegangen. Als Zugabe gab's noch zwei Weihnachtslieder: "Weil's scho bald wieder so weit is." Und dann hieß es auch schon viel zu schnell "Leit' trinkts zamm, dann geh mer ham."

Lachen ist die beste Medizin, meinen “Nackad sin I niad” mit Maske und Sicherheitsabstand.

"Nackad sing i niad" wirft den Wahlomat an

Neukirchen
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