24.02.2020 - 17:01 Uhr
NeukirchenOberpfalz

CSU lässt in Neukirchen den Wahl-o-mat sprechen

Ein sperriger Kasten mit Bildschirm und sehr holpriger Sprachausgabe steht im Mittelpunkt einer etwas anderen Wahlveranstaltung, zu der die CSU in den Neukirchner Hof eingeladen hat.

Das Duo Nackad sing i niad alias Carola Helm (links) und Daniela Ludwig (Mitte) bei der Veranstaltung des CSU-Ortsverbandes mit Bürgermeisterkandidat Peter Achatzi.
von Redaktion ONETZProfil

Zu Beginn erläuterte Bürgermeisterkandidat Peter Achatzi seine Bausteine für die zukünftige Gemeindepolitik. Unter dem Schwerpunkt Wohnen, Familie und Generationen will Achatzi die Idee eine zentralen Anmeldung für die Kindertageseinrichtungen in Neukirchen und der Kooperationsgemeinde Etzelwang umsetzen. Auch den familien- und seniorengerechten Ausbau von Straßen und Gehwegen im Gemeindegebiet erklärte Achatzi als Ziel der nächsten Periode im Gemeinderat.

"Wenn hoffentlich das Seniorenheim bald wieder in Betrieb geht, ist eines unserer Anliegen, auch eine Tagespflege in Neukirchen auf den Weg zu bringen, um pflegende Angehörige zu unterstützen", erklärte er. Seine Erfahrung als Lehrer und seine Vernetzung in Politik und Ämtern wolle er bei der anstehenden Erneuerung der Grundschule und der Turnhalle einsetzen, um möglichst optimale Ergebnisse für die Kinder und den Sport - auch den Vereinssport - zu erzielen.

Zum Thema "Jugend und Ehrenamt" brachte die Gemeinderatskandidatin Maria Siegert die Anregung eines Fifty-Fifty-Taxis für junge Menschen ein und warb für die Idee "Baxi"; eine Mischung von Bus und Taxi, um die Mobilität in Landgemeinden zu verbessern. Beide Angebote erforderten die Kooperation mit dem Landkreis.

Bürgermeisterkandidat Peter Achatzi erklärte den Stopp des Bevölkerungsrückgangs zu einem Hauptthema. "Die Ortsentwicklung im Rahmen der Dorferneuerung und zeitgleich die Schaffung von Wohnraum durch Neubaugebiete und die Beseitigung der Leerstände muss oberste Priorität der Gemeindepolitik sein." Bauen, auch mit Firmen vor Ort, werde dadurch erst wieder möglich.

Nach diesem Info-Block wurde mit viel "Hau-ruck" der sperrige Wahl-o-mat durch zwei Landtagstechniker, verkörpert vom Duo Nackad sing i niad, hereingebracht. Die beiden installierten das Gerät mit allerlei Kommentaren und Seitenhieben auf die kommunalpolitischen Themen des Ortes. "Die Quadratmeterpreise werden hier noch in D-Mark angegeben, weil seit 18 Jahren kein Baugebiet ausgewiesen worden ist", lautete einer der Spitzen. Der "Wahl-o-mat" empfahl nach einer Befragung des Publikums Peter Achatzi für den Posten des Bürgermeisters.

Nach dieser Einlage hatten die Gemeinderatskandidaten die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen. Mit den Themenblöcken "Energie, Umwelt und Nachhaltigkeit" sowie "Bürgernahe Verwaltung und Zusammenarbeit" erläuterte Peter Achatzi die restlichen Bausteine.

Eingeleitet von hintergründigen und immer launigen Anmoderationen, gab dann das Duo Daniela Ludwig und Carola Helm seine Lieder zum Besten. Mit einer "Mama", wie der erste Titel lautete, hat auch ein zukünftiger Bürgermeister eine ideale Quelle für Tipps und Hilfestellungen für alle Lebenslagen. Auch mit ihrem zweiten Stück "Harmonie" schlug "Nackad sing i niad" eine Brücke zur Arbeit im Gemeinderat. Die kabarettistischen Stücke unterhielten die zahlreichen Gäste bis zum Finale. Mit dem gefühlvollen Stück "Dahoam", einer Hommage an einen Ort, wo man nie Gast ist, wo man miteinander lacht und halt einfach daheim ist, setzten sie einen gefühlvollen Schlusspunkt.

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