02.03.2020 - 10:28 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Hawaii - den Sternen ganz nah

Wer den Sternen ganz nah kommen will, muss nach Hawaii reisen. Weil es auf der Inselgruppe kaum Lichtverschmutzung gibt, leuchten die Sonnen aus den fernen Galaxien dort intensiver und kräftiger als andernorts.

Hawaii - atemberaubende Landschaft, paradiesische Strände und ein Sternenhimmel, den man nie wieder vergessen wird.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Nicht nur deswegen gilt die Inselkette als Inbegriff des Paradieses. Nach solchen Momenten und Orten suchen Menschen oft ein Leben lang. Auf Kaua'i kommen die Menschen dem Himmel bei einer klaren Nacht ganz nahe. Am Strand sind zu später Stunde keine Einheimischen und selten Touristen anzutreffen. Zu hören sind nur die Wellen, die sich auf dem Pazifik brechen. Aus dem einen oder anderen Bungalow dringt Licht, das knorrige, alte Bäume auffangen. Wer Richtung Meer sieht, kann seinen Blick nicht von der Milchstraße wenden, die über dem Pazifik wie ein Gemälde auf schwarzer Leinwand wirkt. Ein atemberaubender Moment. Mit der Zeit passen sich die Augen sogar noch mehr an die Dunkelheit an. Die Pupillen erweitern sich, um mehr Licht zur Netzhaut durchzulassen. Die Sterne leuchten noch intensiver. So ist das Paradies zur Mitternachtsstunde.

Schon die Flugreise nach Hawaii stimmt auf dieses Paradies ein. Die weiblichen Flugbegleiter tragen Hula-Ketten, die männlichen Flugbegleiter Hawaii-Hemden. Ukulele-Töne dringen aus den Boxen. Zu trinken gibt es Wasser und Orangen-Maracuja-Saft. Allerdings ist die Reise sehr weit. Wer von Deutschland aus direkt nach Hawaii will, ist mit Zwischenlandung schon mal einen ganzen Tag unterwegs. Immerhin beträgt die Entfernung Luftlinie über 12 000 Kilometer. Wer nicht gleich mehrere Wochen auf Hawaii verbringen kann, muss sich für zwei oder drei der 137 Inseln entscheiden – die meisten sind ohnehin nicht bewohnt.

Einfach mal Ausspannen - und den Blick auf das Meer genießen.

Zahlreiche Touristen zieht es nach O‘ahu mit der Hauptstadt Honululu oder Big Island, die flächenmäßig größte Insel. Wer es etwas ruhiger und abgelegener haben will, sollte über einen Aufenthalt auf Kaua'i nachdenken. Nicht nur wegen des eingangs skizzierten Szenarios. Kaua'i ist auch tagsüber wunderschön. Die kleine, verschlafene Insel wird auch liebevoll Garten-Insel genannt. So grün wie sich Kaua'i in „Jurassic Park“ präsentiert, für den die Insel als Drehort diente, ist es dort wirklich. Die Bungalows direkt mit Meerblick sind so traumhaft schön, dass sie locker als Postkartenmotive herhalten können. Auf den Straßen sind gefühlt so viele Hühner wie Autos unterwegs. An den Stränden sind zwischen den Palmen Dutzende Hängematten angebracht. So ist das Paradies zur Mittagsstunde.

Cool, gelassen, lebensfroh

Seinen guten Ruf hat sich der amerikanische Bundesstaat (seit 1959) vor allem durch die Lebensweise seiner Bewohner erworben. Der Hawaiianer gilt als cool, gelassen, lebensfroh. Viele liebevolle Details prägen den Alltag. Am Eingang der öffentlichen Toiletten sind Schilder mit Strichmännchen (und -weibchen) angebracht. Sie tragen Hawaii-Hemd und Hula-Rock. Egal ob im Supermarkt, aus dem vorbeifahrenden Auto oder am Strand – die Einheimischen heißen einen mit Surfergruß willkommen. Bei den Urlaubern dauert es nicht lange, bis sie die Geste, bei der die Faust geschlossen, der Daumen und kleine Finger aber abgespreizt werden, ebenfalls inflationär nutzen. Wer etwas mehr erleben will und dennoch nicht den ausgetrampelten Pfaden der Touristen folgen will, ist auf Maui gut aufgehoben. Dort verläuft die kurvenreichste Straße der Welt, die „Road to Hāna“. Wer sie ohne Stopp durchfährt, ist zwei bis drei Stunden unterwegs. Drehwurm garantiert. Auf dem Weg nach Hāna gibt es aber so viele sehenswerte Plätze, dass die Autoreise locker einen Tag beansprucht. Apps navigieren einen die knapp 104 Kilometer lange Strecke und dienen als Ratgeber, wo sich ein Halt lohnt. Auf dem Weg nach Hāna liegen Dutzende Wasserfälle, Tropfsteinhöhlen, ein Regenwaldgebiet und Orte, die eine grandiose Aussicht über die Täler und aufs Meer bieten. Die App funktioniert, einmal heruntergeladen, auch offline über ein GPS-Signal. An markanten Punkten gibt einem der virtuelle Reiseleiter Tipps und spricht über die Geschichte Hawaiis.

Eine atemberaubende Vegetation erwartet die Urlauber auf Hawaii.

Egal für welche Insel sich Urlauber entscheiden, ein Auto sollten sie sich in jedem Fall mieten. Nicht nur, wenn sie die „Road to Hāna“ auf der Reiseagenda haben. Denn die Fortbewegungsmittel auf den Inseln sind beschränkt, trotz der vielen Must-see-Orte. Dazu zählt der Haleakalā-Vulkan. Wer den Sonnenaufgang vom Gipfel aus betrachtet, erlebt eine Farbenexplosion. Frühmorgens durchbricht die Sonne die Wolken und taucht sie in Lila-, Rot- und Orange-Töne. Dieses Spektakel lockt die Massen. Wer dabei sein will, sollte sich frühzeitig ein Ticket erwerben, die zur Autofahrt auf den Berg berechtigt. Ab 60 Tage vorher ist das möglich. Die Tickets kosten zwar nur einen Euro, sind allerdings recht schnell vergriffen. Ein weiterer Anfängerfehler: sommerliche Kleidung. Zwar ist es auf Hawaii meist sonnig und warm. Auf diesen Höhen und um diese Uhrzeit allerdings frisch bis eisig. Immer wieder reisen Männer in Flip-Flops und kurzer Hose oder Frauen in Sandaletten und kurzen Röcken an. Wer das Naturschauspiel nicht durchgängig zitternd verfolgen will, kommt um Wanderschuhe und Jacke nicht herum. Nur so lässt sich der Sonnenaufgang genießen. Wer Hawaii als Urlaubsziel ins Auge fasst, sollte außerdem wissen: Ein Aufenthalt auf der Inselgruppe ist teuer. Wenig verwunderlich, liegt Hawaii schließlich sechs Flugstunden von Los Angeles entfernt mitten im Pazifischen Ozean. Den größten Spaß gibt es allerdings (fast) kostenlos. Einfach ein Surfbrett leihen oder im Supermarkt kaufen und stundenlang die Wellen reiten. Dabei reicht ein etwa ein Meter langes Brett, auf das man sich legt. Selbst Ungeübte haben den Dreh schnell heraus. Wer die Welle richtig erwischt, schafft es, sich 50, 60 Meter über das Wasser gleiten zu lassen – das verspricht für ein paar Sekunden das Gefühl von grenzenloser Freiheit. Auch so ein Moment, nach dem Menschen oft ein Leben lang suchen

Tipps für die perfekte Reise nach Hawaii:

Alles Wichtige auf einen Blick

Rufnummern im Notfall

• Feuerwehr/Notarzt: 911

• Polizeinotruf 911

• Deutsche Botschaft in Washington: 001202/2984000

• Bürgerservice des Auswärtigen Amts: 0049/3018170

Verkehr

• Sicherheitsgurte sind auf Hawaii – genau wie in den rechtlichen USA – Pflicht.

• Für Autofahrer gilt eine Promillegrenze von 0,0. Angebrochene Flaschen mit Alkohol dürfen nicht im Fahrerraum transportiert werden. Sie müssen in den Kofferraum.

• Der deutsche Führerschein ist auch auf Hawaii gültig.

• Die maximale Geschwindigkeit ist in der Regel angegeben. Auf den Interstates liegt die Höchstgeschwindigkeit normal zwischen 55 und 65 Meilen pro Stunde. Innerhalb von Orten gilt meist: zwischen 25 und

30 Meilen pro Stunde.

Trinkgeld

In der Regel geben Gäste dem Kellner ein Tip – so wird das Trinkgeld in den USA genannt – von 15 bis 20 Prozent. Die Servicekräfte legen darauf großen Wert, denn sie verdienen im Schnitt nur ein geringes Grundgehalt und sind deshalb auf das Trinkgeld angewiesen. Ähnlich geht es auch Taxifahrern und Frisören. Auch hier gilt: mindestens 15 Prozent Trinkgeld.

Sag es auf Englisch

• Hallo Hello

• Tschüss Bye

• Ja yes

• Nein No

• Danke Thank you

• Bitte you’re welcome

• Hilfe Help

• Ich heiße My name is …

• Wie geht es dir? How are you?

Ich hätte gern I would like to have …

Wie spät ist es? What time is it?

Was kostet …? How much is …?

Die Rechnung, bitte. Bill, please.

Wo bin ich? Where am I?

Willkommen auf Hawaii - dem "Aloha State".
Auch die hawaiianische Unterwasserwelt hat so einiges zu bieten.
Tropische Strände, glasklares Meer - ein Urlaubsziel zum Verlieben.
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