Bauamt stellt Pläne für Ausbau der Straße zwischen Heinersreuth und Engelmannsreuth vor

Fünf bis sechs Millionen Euro will der Freistaat für den Ausbau der Straße an der Grenze zu Franken in die Hand nehmen. Wann der Bau beginnt, steht noch nicht fest. Zunächst muss sich mit den Grundstückseigentümern geeinigt werden.

Die Baudirektoren Henner Wasmuth (links) und Gerhard Kederer, stellten bei einem Pressetermin in Heinersreuth die Planungen für den Ausbau der St 2120 zwischen Heinersreuth und Engelmannsreuth vor.
von Fritz FürkProfil

Der Ausbau der Staatsstraße 2120 von Kirchenthumbach bis zur Landkreisgrenze bei Engelmannsreuth kommt langsam in die Gänge. Die Baumaschinen werden allerdings nicht in Kirchenthumbach in Stellung gebracht. Sondern am Ortsende von Heinersreuth in Richtung Frankenland. Ein Zeitpunkt zum Baubeginn kann noch nicht genannt werden. Entscheidend ist das Resultat der Grundstücksverhandlungen. Bis zu sechs Millionen Euro will der Freistaat Bayern dafür in die Hand nehmen.

Bei einem Pressetermin in Heinersreuth stellten der Leiter des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach, Baudirektor Henner Wasmuth und Abteilungsleiter Gerhard Kederer den Ausbauplan vor. So soll der Ausbau in Heinersreuth beginnen und wird nach 2,7 Kilometer bei Engelmannsreuth (Gemeinde Prebitz) enden. Die Fahrbahnbreite beträgt 6,5 Meter. Links und rechts der Fahrbahn sind Bankette mit einer Breite von je 1,50 Meter vorgesehen. Die Entwässerung der Asphaltpiste erfolgt großflächig über Bankette und Böschungen.

Bei der Maßnahme strebt die Abteilung Straßenbau des Staatlichen Bauamts eine Verbesserung der Gradiente (Steigung - Gefälle) zur Vermeidung von Lichtschatten an. Damit soll ein der Verkehrssicherheit dienendes "Durchschauen" der Strecke beim Fahren gewährleistet werden. Errechnet wurde eine Steigerung von maximal 7,7 Prozent. Die Kuppe nach der Ortschaft Heinersreuth soll abgetragen werden. Mit dem anfallenden Erdreich soll die Senke nach der Kuppe in Fahrtrichtung Bayreuth aufgefüllt werden. Der Kuppenhalbmesser wurde mit 3000 Meter und der Wannenhalbmesser mit 2000 Meter errechnet.

In Höhe der Gastwirtschaft "Mauth" in Oberlenkenreuth/Heinersberg ist eine Linksabbiegehilfe zur Kreisstraße NEW 44 in Richtung Thurndorf vorgesehen.

Die Kosten betragen nach derzeitigen Berechnungen fünf bis sechs Millionen Euro. Eine Teilung des Betrages sei nach Bau der Abschnitte möglich, betonte Wasmuth. Im Gesamtbetrag enthalten ist auch der Grunderwerb und die Neuordnung des bestehenden Wegenetzes, wie Ab- und Zufahren zu Ortschaften, zu Wäldern und Feldern. Einen Termin für den Beginn der Baumaßnahme konnten Wasmuth und Kederer noch nicht nennen.

Nächster Schritt ist der Grunderwerb. Dieser soll auf freiwilliger und freihändiger Basis erfolgen. Verhandelt werden muss mit den Bayerischen Staatsforsten, der Marktgemeinde Kirchenthumbach und mit privaten Grundstückseigentümern.

Was die Ortsumgehung von Kirchenthumbach betrifft, muss nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Regensburg die bisherige Planung unter Berücksichtigung der Immissionsschutzgesetze und des Grunderwerbs geprüft und gegebenenfalls geändert werden. "Ob Änderung oder Neuplanung, da ist noch nicht entschieden", so die Fachleute der Baubehörde.

Kein Thema ist derzeit auch der angedachte Kreisverkehr am Ortsrand von Kirchenthumbach im Kreuzungsbereich St 2120 und NEW 43 beim Vebrauchermarkt. Dieser soll zusammen mit der Ortsumgehung in Angriff genommen werden. Eine Ostumgehung von Heinersreuth ist derzeit beim Staatlichen Bauamt kein Thema. Wegen der Belange des Naturschutzes sei dies ein schwieriges und kaum realisierbares Unterfangen.

Der neue Trassenverlauf der vor dem Ausbau stehenden Staatsstraße von Heinersreuth bis zur Grenze zu Oberfranken. Repro: Fürk

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