Heinersreuth bei Kirchenthumbach
26.02.2019 - 09:45 Uhr

Jagdpächter Rudi Gräbner verkündet seinen Abschied

Mit Wehmut und Resignation erklärt Jagdpächter Rudi Gräbner seinen Ausstieg aus dem Jagdpachtvertrag bei Heinersreuther Jagdversammlung.

Monika Besold und Jagdvorsteher überreichen an Rudi Gräbner - Bildmitte - zum Dank seiner Jahrzehnte andauerenden Jagdtätigkeit ein Geschenk. Bild: hzi
Monika Besold und Jagdvorsteher überreichen an Rudi Gräbner - Bildmitte - zum Dank seiner Jahrzehnte andauerenden Jagdtätigkeit ein Geschenk.

Mehr als drei Jahrzehnte war Rudi Gräbner Jäger im Heinersreuther Jagdrevier. Anfangs als Mitjäger von Willi Retsch und Paul Reis. Die vergangenen sechs Jahre hatte er das Revier in Alleinregie gepachtet. Anlässlich der diesjährigen Jahresversammlung der Heinersreuther Jagdgenossen standen die Zeichen jedoch auf Abschied. In einem Kündigungsschreiben hatte er vor etwa einem Monat die Beendigung des eigentlich bis 2022 laufenden Vertrages erklärt.

Rudi Gräbner erläuterte den Heinersreuther Jagdgenossen seine Beweggründe für diesen Schritt. Wehmut und Resignation schwangen in seinen Worten mit. Das Heinersreuther Revier beherberge eine eigentlich sehr schöne Jagd. Doch im Laufe der vergangenen Jahrzehnte habe sich die Arbeitsweise in der Landwirtschaft rasant verändert.

Immer größere Flächen werden binnen kürzester Zeit abgemäht. Es bestehe keine ausreichende Zeit, um die Flächen vorher abzusuchen und die Rehe zu verscheuchen. Die damit einhergehenden Mähverluste unter dem Rehwild seien nicht mehr hinnehmbar. Auch die Fallwildzahlen im Straßenverkehr täten ihr übriges dazu, und somit seien die Zahlen in den Abschussplänen nicht mehr zu rechtfertigen. Sein Versuch, diese Zahlen beim Landratsamt anzupassen, seien abgelehnt worden, moniert Gräbner.

Ein anderer ausschlaggebende Grund für seinen Rückzug aus dem Jagdvertrag sei auch eine Bandscheibenoperation, welche eine weitere körperliche Belastung gerade bei der Bekämpfung der rasant steigenden Schwarzwildbestände unmöglich machten. Jagdvorsteher Gerhard Weiß und Kassier Monika Besold überreichten ihm zum Abschied und zum Dank für die jahrzehntelange Tätigkeit ein Geschenk.

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