Auch, wenn wir es nun wirklich nicht gerne wahrhaben wollen. Aber nun ist es also mal wieder so weit: Die Nächte werden kälter und die Tage kürzer, die bunten Einhörner und Flamingos auf den Badeseen sind verschwunden, unsere Füße stecken wieder immer öfter in warmen Stiefeln statt in luftigen Sandalen, im Supermarkt gibt es bereits Spekulatius und Lebkuchen. Nun müssen wir uns wohl oder übel eingestehen, dass der Sommer vorbei ist und wir im Herbst angekommen sind.
Erinnern Sie sich auch noch zu gut daran, wie wir uns vor einem halben Jahr über die Frühlingsgefühle gefreut haben? Das erste Vogelzwitschern und die ersten Blüten an den Bäumen genossen haben? "Hach ja", denken Sie jetzt vielleicht. "Nun ist leider erst mal wieder Schluss damit. Nun gibt es wieder grauen Himmel, laufende Nasen, schlechte Laune und Matschwetter ..." Sie haben ja Recht, Herbstgefühle sind zunächst einmal alles andere als schön.
Aber glauben Sie mir: Mit solchen negativen Gedanken tun wir dem Herbst unrecht. Denn der ist dann meistens gar nicht so fürchterlich, wie wir ihn uns vorstellen. "Der Herbst ist immer unsere beste Zeit", schrieb schon Johann Wolfgang von Goethe. Und der dänische Philosoph Søren Aabye Kierkegaard meinte dazu: "Ich ziehe deshalb den Herbst dem Frühjahr vor, weil das Auge im Herbst den Himmel, im Frühjahr aber die Erde sucht."
Lassen Sie uns doch einmal die guten Seiten dieser Jahreszeit entdecken, die meist gar nicht so grau, sondern richtig bunt ist. Auch, wenn Sie gerade noch ein bisserl skeptisch sein mögen: Es gibt tatsächlich viele Gründe, den Herbst zu lieben. Wenn Sie mir nicht glauben, machen Sie doch einmal wieder einen langen Spaziergang in der Natur und lassen Sie sich von den bunten, fallenden Blättern bezaubern.
Freuen Sie sich auf leckere Kürbissuppe, lustige Nachmittage mit den Kindern oder Enkeln beim Drachensteigen, rosige Wangen nach einiger Zeit an der frischen Luft, das Sammeln von Kastanien und das lustige Aufwirbeln von Laubhaufen. Kuscheln Sie sich wieder in weiche Pullover und Schals und seien Sie froh, dass Sie sich erstmal keine Gedanken mehr um ihre Bikini-Figur machen müssen.
Kuscheln Sie sich abends wieder mit Ihrem oder Ihrer Liebsten auf das Sofa und schlürfen Sie ihren Lieblingstee. Und denken Sie daran: Wenn die Abende länger werden, haben Sie endlich wieder Zeit, Bücher zu lesen und ihre Lieblingsfilme anzuschauen. Und nachts können Sie endlich wieder in Ruhe schlafen - ganz ohne sich über die lästigen Mücken zu ärgern, die durch das Zimmer schwirren und Sie bis zum nächsten Morgen wieder mit etlichen Stichen quälen. Gar nicht so schrecklich, diese Herbstgefühle, oder? (ewa)













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