Feuerwehr und Jäger retten Hirschkuh aus Mittelweiher bei Heringnohe

Heringnohe bei Vilseck
07.01.2023 - 18:55 Uhr

In der Nähe von Vilseck ist eine Hirschkuh im Schlamm eines abgelassenen Weihers versunken. Das arme Tier wäre wohl elendig zugrundegegangen, wenn da nicht einige engagierte Leute zusammengeholfen hätten.

Von Weitem war das Tier kaum zu sehen. Mittendrin im grauen Schlamm des abgelassenen Mittelweihers beim Gutshof Heringnohe ragten nur noch der Kopf und die abstehenden Ohren hervor. Die Hirschkuh war schon so weit im Morast eingesunken, dass sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte. Jäger aus der Umgebung waren am Samstag auf ihrer täglichen Kirrrunde unterwegs, das heißt, sie schauten nach den Plätzen, die sie zum Anlocken des Wildes angelegt haben. "Wir staunten nicht schlecht", berichtet Julian Götz. Das Tier zu erschießen wäre die einfachste Lösung gewesen, doch das kam nicht infrage.

Totschießen keine Option

"Für uns war klar, erlösen ist die allerletzte Option", sagt Götz. Er und seine Begleiter starteten eine Rettungsaktion. Nachdem der Kommandant der Feuerwehr Sorghof, Daniel Ritz, seine Zustimmung erteilt hatte, setzten sich zahlreiche Helfer in Bewegung. Die Feuerwehren Sorghof und Vilseck rückten an, das Gut Heringnohe rief seine Abfischhelfer herbei und befreundete Jäger eilten zu Hilfe. Die Vilsecker Feuerwehr brachte ein Boot mit, immerhin gab es eine Abflussrinne quer durch den Weiher, die gut mit Wasser gefüllt war.

"Mit diesem Boot haben wir uns mit vereinten Kräften einen Weg durch den Schlamm gekämpft", erzählt Götz. Etwas schwierig war die Lage dann direkt beim Tier. Die verängstigte Hirschkuh musste angebunden und aus dem Schlamm gezogen werden. "Wir hatten sofort Erfolg und konnten das Tier gemeinsam und schonend über den Schlamm an das rettende Ufer bringen." Am Weiherdamm hatten sich bereits viele Beobachter eingefunden, die mitfieberten und sich alle über das glückliche Ende der Aktion freuten.

Julian Götz freut sich, dass so eine gemeinsame Aktion möglich war. Er dankt den Einsatzkräften für die spontane Hilfsbereitschaft und das professionelle Vorgehen. "Da sieht man wieder mal, dass sich Herzblut und Leidenschaft auszahlen", sagt er.

 
 

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