29.01.2020 - 09:07 Uhr
HirschauOberpfalz

2019 bringt für Anglerfreunde Hirschau allerhand Sorgen

Das Jahr 2019 brachte den Anglerfreunden allerhand Sorgen. In den Weihern wurde das Wasser knapp, im Ehenbach machte der Fischotter Probleme und auf dem Dach des Vereinsheims waren schadhafte Photovoltaik-Module zu beklagen.

Das Jahr 2019 brachte den Hirschauer Anglerfreunden allerhand Sorgen. Welche Art diese waren und welche Höhepunkte es im Vereinsleben gab, darüber legten die Vorstandsmitglieder bei der Jahreshauptversammlung Rechenschaft ab. V. l.: Jugendleiter Kevin Gehringer, 3. Vorstand Martin Stadler, 1. Vorstand Mario Rauscher, 2. Vorstand Stefan Dotzler und Kassier Robert Dotzler.
von Werner SchulzProfil

Mit einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder Werner Pröls und Klaus Schwinger eröffnete Vorsitzender Mario Rauscher die gut besuchte Jahreshauptversammlung im Restaurant-Café Monte Kaolino. Schwinger sei ein herausragendes Mitglied gewesen. Er habe die „Nacht am See“ ins Leben gerufen. Seiner Initiative sei es zu verdanken, dass man 2010 eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Anglerheims habe installieren können.

Genau diese entpuppte sich im Bericht von Kassier Robert Dotzler als Sorgenkind. Ein Großteil der Module habe zwischenzeitlich Schaden genommen, beklagte er, und man habe neue kaufen müssen. Außerdem sei rund ein Jahr lang eine Stromeinspeisung nicht möglich gewesen. Da sowohl die „Nacht am See“ als auch das Fischerfest wieder volle Erfolge waren, reichten laut Dotzler die Einnahmen aus beiden Festen aus, um die Kosten für die Sanierung der Photovoltaik-Anlage, den Fischbesatz und die Instandhaltung der Weiheranlagen zu decken.

Insgesamt 33 Zentner Fische, darunter Zander, Karpfen, Schleien, Barsche, Aale, Hechte und verschiedene Weißfische, wurden nach Angaben von Drittem Vorsitzenden Martin Stadler in den Mühl-, Kreuz- und Schindelweiher sowie in den Ehenbach in Schnaittenbach eingesetzt. Dadurch habe der Verein eine nachhaltige Vielfältigkeit in den Gewässern sichergestellt. Im Ehenbach habe sich der Otter immer mehr zum Problemfall entwickelt und wesentlich dazu beigetragen, die Fischvielfalt zu dezimieren.

Stadler befasste sich auch mit den niedrigen Wasserständen in den Weihern. Vor allem für den Schindelweiher könnte das heuer ähnlich zum Problem werden wie für den Bauernweiher schon 2019. Aufgrund der trockenen Sommer und der schwerwiegenden Vermutung, dass die Kaolingruben in Hirschau das Grundwasser stark abgesenkt haben, hätten alle Weiherbesitzer in der Region mit Wasserknappheit zu kämpfen.

Jugendleiter Kevin Gehringer blickte auf ein für den Nachwuchs ereignisreiches Jahr zurück. Der Nachwuchs habe sich am Faschingszug der Kinder- und Jugendgarde beteiligt. Höhepunkt sei einmal mehr das Pfingstzeltlager am Mühlweiher gewesen. Die Jugendlichen hätten bei allen Vereinsaktivitäten engagiert eingebracht. Zur Belohnung habe er wieder eine Kanutour auf der Naab von Luhe-Wildenau nach Wernberg-Köblitz organisiert. Auch beim Hirschauer Weihnachtsmarkt habe man mitgemacht.

Vorsitzender Mario Rauscher bezifferte die Mitgliederzahl auf 308. In seiner Rückschau erinnerte er an die winterliche Fackelwanderung und vor allem an die aufwändigen Arbeiten bei der Sanierung der Weiheranlagen. Ganz besonders gefordert seien die Mitglieder bei der "Nacht am See“ und beim Fischerfest gewesen. Weit über 2000 Gäste hätten sich dazu eingefunden – ein absoluter Besucherrekord. Rund 90 Helfer seien im Einsatz gewesen, um diese zu bewirten. Die beide Feste fänden 2020 am Samstag und Sonntag, 18./19. Juli, statt. Heuer stehe der Natur- und Gewässerschutz im Vordergrund der Vereinsarbeit, kündigte Rauscher an.

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