Eisert hatte seinen Rückzug schon im vergangenen Jahr angekündigt. Zählte der Ortsverband bei seinem Amtsantritt 1994 noch 143 Mitglieder, gehören ihm aktuell 445 an. In seinem Arbeitsbericht übte Eisert Kritik an der Rentenreform und der Sozialpolitik der Bundes- wie der Landesregierung. So bemängelte er das Fehlen des Wortes Armut im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern trotz steigender Bedürftigkeit bei Alleinerziehenden, Kindern, sozial Schwachen und Rentnern. Auf Ortsebene seien die geplanten Fahrten, das Schlachtschüsselessen und das Ausbuttern wegen zu geringer Beteiligung ausgefallen. Dagegen sei das Fischessen gut besucht gewesen. Beim Volkstrauertag habe man einen Kranz niedergelegt, zu Weihnachten die Senioren mit Honig beschenkt. Erna Brauner habe wieder die Monats- Kaffeekränzchen organisiert.
Eisert bedauerte, dass es sein Gesundheitszustand nicht länger erlaube, das Vorsitzendenamt so auszuüben, wie es notwendig sei. Er bleibe dem Ortsverband aber treu und weiter als Beisitzer im Vorstandsgremium aktiv. Eisert dankte allen, die ihn während seiner 25-jährigen Amtszeit unterstützt hatten. Als Nachfolger schlug er seinen bisherigen Stellvertreter Leonhard Wischer vor. Dem folgte die Versammlung einstimmig und wählte Wischer zum neuen Vorsitzenden, Ludwig Gruber zu dessen Stellvertreter.
Die Bürgermeister Hermann Falk (Hirschau) und Peter Dotzler (Gebenbach) sowie VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty waren sich in ihrem Urteil einig: Anton Eiert habe 25 Jahre lang unermüdliches Engagement für den VdK bewiesen und konstruktive Arbeit geleistet. Falk sah im VdK "einen modernen Sozialverband, der für soziale Gerechtigkeit kämpft und darüber wacht". In dieser Funktion werde nach Ansicht Dotzlers der VdK immer wichtiger, "da die Gesetzgebung immer komplexer wird und die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinanderdriftet".
Mit 1,9 Millionen Mitgliedern sei der VdK die bundesweit größte Selbsthilfe-Organisation für sozial benachteiligte Menschen, betonte Marianne Kies-Baldasty. Der Kreisverband könne auf 28 Ortsverbände mit zusammen 10 145 Mitgliedern bauen. Seit 2014 habe die VdK-Kreisgeschäftsstelle durch Beratungen, Widersprüche, Klagen und Berufungen 3,3 Millionen Euro erstritten. Schwerpunktthema 2019 sei ein generationengerechtes und zukunftsfähiges Rentenversicherungssystem. Die gesetzliche Rente sei die wichtigste Säule der Alterssicherung und müsse vor Armut schützen. Erziehungs- und Sorgetätigkeiten müssten rentenrechtlich gestärkt werden. Der VdK setze sich für die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung ein und fordere die Barrierefreiheit in Arztpraxen und Geschäften.
Erste Amtshandlung des frisch gebackenen Vorsitzenden war die Ehrung langjähriger Mitglieder: für 10 Jahre: Ella Friedrich, Alexandra Gelumpa, Wilhelm Gevatter, Johanna Hergeth, Elisabeth Herlein, Michaela Kerin, Helmut Luber, Monika Meier, Hans Rumpler, Ulrike Wesnitzer, Ingeborg Dolles, Reinhard Dotzler und Harry Schubert; für 25 Jahre: Alexander Markus; für 30 Jahre: Hubert Fick, Elmar Kral, Hilde Nagel, Josef Leikam und Alfred Kunz.
Für 2019 kündigte Wischer drei Veranstaltungen an: das Sommerfest am Sonntag, 14. Juli, das Fischessen im Oktober und die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Volkstrauertag.














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