Weil sich angesichts drastisch gestiegener Lebenshaltungskosten manche Eltern heuer schwer tun, ihren Kindern etwas unter den Christbaum zu legen, haben in Hirschau die evangelische und die katholische Pfarrgemeinde sowie die Stadt die „Aktion Wunschzettel“ ins Leben gerufen. Die Idee hatte Tierarzt Tobias Guggenmos, der Bürgermeister, die beiden Pfarrer und die Gemeindereferentin Barbara Schlosser waren davon sofort angetan.
Alle Schul- und Kindergartenkinder hatten für ihre Eltern ein Schreiben mit nach Hause bekommen, in dem die Aktion erklärt wurde und dem ein Wunschzettel beilag. Der Wert des Wunschobjektes sollte nicht mehr als 25 Euro betragen. „Unser Ziel war es, dass jedes Kind in unserer Heimat ein Weihnachtsgeschenk bekommt“, erklärt der Initiator Tobias Guggenmoos. Die steigenden Preise stellten für viele Familien eine harte Belastung dar. „Weihnachten ist das Fest der Kinder. Als Christen glauben wir, dass Gott sich selbst der Welt in dem Kind von Bethlehem schenkt. Weihnachten und Geschenke gehören also zusammen“, betonen Pfarrer Stefan Fischer von der evangelischen und Pfarrer Johann Hofmann von der katholischen Gemeinde.
38 Wunschzettel kamen insgesamt zusammen. Dann ging es fleißig ans Einkaufen: Pfarrer Hofmann besorgte zum Beispiel ein Kinderbuch und Kinogutscheine, Pfarrer Fischer ein Feuerwehrauto und Gemeindereferentin Barbara Schlosser Pokemon-Karten und eine warme Mütze – alles komplett durch Spenden finanziert. In den kommenden Tagen verteilen die Helfer des Christkinds die liebevoll eingepackten Geschenke diskret und unauffällig an die Familien. Leuchtenden Kinderaugen unterm Christbaum steht damit an Heiligabend nichts mehr im Wege. Alle waren sich einig, dass es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben soll.













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