11.07.2019 - 13:56 Uhr
HirschauOberpfalz

8. Hirschauer-Stückl-Festspiele: "Die Erbschaft" kommt zurück

Am Freitag, 19. Juli, um 20.30 Uhr ist die Premiere der 8. Hirschauer-Stückl-Festspiele. Auf dem Spielplan steht das Volksstück "Die Erbschaft" von Katrin Klewitz. Uraufgeführt wurde es am 22. Juli 2005 bei den 1. Hirschauer Festspielen.

Zum zweiten Mal nach 2005 steht das Volksstück „Die Erbschaft“ auf dem Spielplan. Der Inhalt ist unverändert, wohl aber so manche Szene. Reiste damals Herr Buche (Roland Fritsch, links) per Heißluftballon an, kommen er und sein Diener Johann (Erhard Ackermann, rechts) dieses Mal mit einem Aaglander an. Das Fahrzeug ist eine Leihgabe von Irmgard Belz aus der Aagland-Manufaktur Schloss Kühlenfels Automobilbau.
von Werner SchulzProfil

Alle neun Vorstellungen waren damals ausverkauft. Mit Yvonne Brosch hatte man eine Profi-Regisseurin engagiert. Dieses Mal geben mit Dieter Held und Saskia Krügelstein zwei Eigengewächse ihr Regie-Debut. Sie bringen neuen Esprit, neue Gesichter, neue Szenenbilder und Live-Musik auf die neue Bühne vor der gleichfalls neuen Zuschauertribüne.

Fremder sorgt für Unruhe

Der Inhalt des Stückes, das in der beschaulichen, aber auch ziemlich spießigen nachnapoleonischen und vorindustriellen Zeit spielt, ist gegenüber 2005 gleich geblieben. Nach Hirschau, wo jeder jeden kennt und alles seinen gemütlichen Gang geht, bringt ein Fremder aus Frankfurt Unruhe. Er erbt dort das Anwesen einer verstorbenen Verwandten. Da er es laut Testament nicht veräußern darf, überlegt er mit Freunden, einen Anschluss an die Eisenbahnlinie zu bauen. Seine Tochter, der es in dem Landstädtchen viel besser gefällt als in der Großstadt, verliebt sich Hals über Kopf in den jungen Bauleiter, ganz zum Leidwesen ihres Vaters und des von ihm auserkorenen Wunsch-Schwiegersohnes.

In das Geschehen eingebaut sind Hirschauer Stückln wie der Baumtransport durch das Stadttor, das Stiefelabschneiden, der Transport mit dem Schubkarren, das Älwertritscherlfangen, der Feuerwehreinsatz, das Rathausverschieben und das Lichttragen ins Rathaus.

Wenn es um eine Erbschaft geht, sind Konflikte und Intrigen vorprogrammiert (von links): Corinna Falk (Wirtin Maria), Christian Gnan (Dr. Thieme), Roland Fritsch (Herr Buche) und Kerstin Ackermann (Frau Wilhelm).

Bekannte Gesichter

Dass es seit 2005 im Zwei-Jahres-Turnus die Hirschauer-Stückl-Festspiele gibt, ist vor allem Altbürgermeister Hans Drexler zu verdanken. Er ist der Gründer und Vorsitzende des Festspielvereins und dessen unermüdlicher Motor. Damit die neue Bühne und Tribüne rechtzeitig fertig sind, wurde das Festspielgelände in den vergangenen Wochen fast zu seinem Zuhause.

In den Hauptrollen sind bekannte Gesichter zu sehen. Roland Fritsch spielt wie 2005 den Herrn Buche, Christian Gnan den Dr. Thieme, Johannes Fleischmann den Herrn Winter, Erhard Ackermann den Diener Johann und Holger Schwandner den Sepp. Bühnenerfahren, aber neu in diesen Rollen sind Meike Birner als Annemarie Buche, Ludwig Koller als Bauleiter Sebastian und Kerstin Ackermann als Frau Wilhelm. Sie und alle anderen 60 Darsteller agieren in ihren Biedermeierkostümen auf einer neuen Bühne. Die Zuschauer nehmen auf einer neuen, 414 Besucher fassenden Tribüne Platz. Festspielvereinsvorsitzender Altbürgermeister Hans Drexler und sein Team haben mit beiden Baumaßnahmen eine gigantische Leistung vollbracht.

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