08.04.2021 - 10:18 Uhr
HirschauOberpfalz

Ausgestaltung der 750-Jahr-Feier Hirschaus hängt von der Pandemie-Entwicklung ab

von Gerhard FleischmannProfil

Am 23. April 1271 wurde Hirschau erstmals urkundlich erwähnt. Die Gründung wird auf die Grafen von Hirschberg zurückgeführt, die zu der Zeit im Besitz des Umlandes waren. Dass Hirschau damals schon Stadtrecht besaß, bezweifelte Ortsheimatpfleger Sepp Strobl in seinem Fachvortrag, den er vor dem Ausschuss für Stiftung und Tourismus des Hirschauer Stadtrats hielt.

Demnach kann kein genauer Zeitpunkt festgestellt werden, da die entsprechende Urkunde wohl während späterer Raubzüge oder kriegerischer Auseinandersetzungen zerstört, wahrscheinlich verbrannt ist. Die erste nachweisbare Nennung als Stadt stammt von Kaiser Karl IV., als er 1367 den Bürgermeister der Stadt anschrieb. Die offizielle Stadterhebung könnte aber durchaus schon früher erfolgt sein, was aber nicht genau nachweisbar ist. "So kann Hirschau heuer gesichert auf 750 Jahre Bestehen zurückblicken, aber ohne den Titel Stadterhebung", fasste Sepp Strobl zusammen.

Dieses Jubiläum soll gefeiert werden, wenn auch wegen der Corona-Pandemie und der verbleibenden kurzen Zeit bis zum Termin in kleinerem Rahmen, war sich der Ausschuss einig. Ob es eine groß aufgezogene Nachfeier geben soll, zu der es mehr organisatorischen Vorlauf bräuchte, blieb offen.

Auf Anregung von Franz Dorfner wurde um den Jahreswechsel herum in der Stadtverwaltung eine Ideensammlung gestartet, wie man das Fest auch in Coronazeiten angemessen feiern könnte. Die Schlossbrauerei braute ein Jubiläumsmären ein, das im April fertig und vorgestellt wird. Der Vorschlag, am Freitag, 23. April, eine virtuelle 750-Jahr-Feier zu gestalten und über das Internet von zu Hause aus auf das Jubiläum anzustoßen, stieß auf breite Zustimmung.

Denkbar wäre nach Meinung des Ausschusses, im Laufe des Jahres eine Ausstellung historischer Postkarten unter der Regie des Festspielvereins zu veranstalten. Die Schau könnte wie ein historischer Weg in Schaufenstern gestaltet werden, angelehnt an den jährlichen Adventskalender – soweit sich interessierte Mitgestalter dafür finden. Auch Vereine aller Art könnten sich einbringen. Christian Feja bot an, zeitgenössische themenbezogene Gespräche zur Stadtgeschichte oder der Geschichte von Hirschauer Firmen zu organisieren. Nach einem Fachreferat wären Bürger eingeladen, ihre Erfahrungen und Ansichten zum Thema, etwa zur Porzellanindustrie in Hirschau, einzubringen. Mittels Infobanner soll an mehreren Stellen in der Stadt auf das Jubiläum hingewiesen werden. Was genau an Veranstaltungen möglich ist, hängt natürlich auch von der Entwicklung der Pandemie ab.

 

 

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