28.02.2020 - 10:17 Uhr
HirschauOberpfalz

Bauausschuss Hirschau befürwortet Antrag der Dr. Loew Soziale Dienstleistungen auf Heimbau

Alle zehn in der Sitzung vorliegenden Anträge fanden die einhellige Zustimmung im Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik des Hirschauer Stadtrats.

von Gerhard FleischmannProfil

Zwar wird in manchem Fall die eine oder andere Ausnahme vom Bebauungsplan erforderlich werden, aber das hat letztlich das Landratsamt zu entscheiden.

Die Dr. Loew Sozialen Dienstleistungen mit Hauptsitz in Wernberg beabsichtigen, in der Wolfgang-Droßbach-Straße auf der freien Fläche links nach dem Bahnübergang ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung zu errichten. Auf dem insgesamt 6400 Quadratmeter großen Grundstück ist der Neubau einer Wohnstätte für 40 Personen in zwei Vollgeschossen mit arbeitstherapeutischer Betreuung im Haus geplant.

Auf einem Grundstück in der Kahlhofstraße ist der Bau eines weiteren Wohngebäudes im rückwärtigen Teil gewünscht. Die Größe des Areals scheint geeignet, wenn auch diese Art der Zweitbebauung im Bebauungsplan nicht vorgesehen ist. Da die Nachbarn einverstanden sind, war das letztlich auch der Ausschuss. Auf Zustimmung stießen auch die übrigen privaten Bauvorhaben.

Im Baugebiet Hirschau Ost sind an der Kohlberger Straße noch neun Parzellen nicht erschlossen. Ein Interessent will im Anschluss an die bestehende Siedlung bauen. Wegen des Gefälles im Gelände gestaltet sich die Abwassererschließung nicht einfach. Zudem besteht seitens der übrigen Grundbesitzer derzeit kein Bauinteresse, sie lehnen die weitere Erschließung ab. Der Ausschuss war einig, dass eine auch von den Kosten her verträgliche Lösung gesucht werden sollte, um den Bauwunsch zu ermöglichen, da ein gültiger Bebauungsplan vorliege. Das Anliegen wurde in die Haushaltsberatung verwiesen, in der versucht werden soll, eine möglichst zeitnahe, vielleicht auch provisorische Lösung zu finden.

Beim Ausbau der Postgasse wird im Bereich des Alten- und Pflegeheims die Feinplanung optimiert. Die auf dem Haus, das abgerissen wird, vorhandene Stromleitung muss verlegt werden, darüber hinaus ist eine behindertengerechte Rampe für die Tagespflege vorgesehen. Die Lage der Abfallcontainer des Heims ist jetzt besser geregelt, Änderungen sind mit dem BRK abgesprochen.

Johanna Erras-Dorfner regte an, beim Breitbandausbau Fördermittel für die sogenannten "grauen Flächen" zu beantragen, auf denen der Empfang keineswegs optimal sei. Sie nannte die Ortsteile Burgstall, Steiningloh und Ehenfeld. Bürgermeister Hermann Falk will das Breitbandförderzentrum kontaktieren. In Krickelsdorf funktioniere das Breitband inzwischen gut, informierte er. Josef Luber regte an, im Zuge der Verbesserung der Abwasserentsorgung im Bereich Obersteinbach, Untersteinbach und Massenricht die Breitbandversorgung zu verbessern. Auch solle man überlegen, für die neue Außenstelle des Rathauses schräg gegenüber an der Ecke Hirschengasse eine griffige Bezeichnung suchen.

Rudolf Wild sah enormen Nachholbedarf beim Ausbau der Ortsstraßen. Beispielhaft nannte er die Trassen Am Bachrain, Josef- und Walkstraße. Das Bauamts werde eine Prioritätenliste erstellen, war zu hören. Wild regte an, die Bushaltestelle in der Burgstraße beim Netto-Markt behindertengerecht auszubauen, da sie nah am Altenheim liege. Auch forderte er, sich mit dem Eigentümer des inzwischen verwaisten Baywa-Geländes in Verbindung zu setzen und zu prüfen, ob sich Altlasten insbesondere im ehemaligen Werkstattbereich auf dem Gelände befinden. Wolfgang Bosser bemerkte, dass das Gelände aus seiner Sicht sauber hinterlassen werden müsse.

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