08.04.2019 - 11:20 Uhr
HirschauOberpfalz

Bauausschuss Hirschau: Künftig zwei Kapellen in Steiningloh

Lydia und Norbert Graf wollen in Eigeninitiative auf einem Grundstück kurz hinter Steiningloh an einer Weggabelung Richtung Urspring eine öffentliche Kapelle errichten. Der Bauausschuss des Hirschauer Stadtrats ist von den Plänen angetan.

Die offene Gestaltung des Umfelds der bestehenden Kapelle in der Ortsmitte von Steiningloh findet Gefallen im Bauausschuss.
von Redaktion ONETZProfil

Zahlreiche Bauanträge lagen dem Gremium, das unter Leitung von Bürgermeister Hermann Falk tagte, vor. Allesamt wurden einstimmig genehmigt. Einer dieser Anträge war der des Ehepaars Graf. Die Kapelle, eine Konstruktion aus Holz und Glas, soll eine Größe von etwa drei mal fünf Meter haben und in einer Streuobstwiese stehen. Sowohl das Landratsamt als auch die Pfarrei Hahnbach, zu deren Sprengel Steiningloh gehört, hatten sich im Vorfeld positiv über das Projekt geäußert. Nun gab auch der Bauausschuss grünes Licht. Für den Unterhalt des Kirchleins sind auf Dauer die Besitzern der Hofstelle zuständig.

Und eine zweite Kapelle in Steiningloh beschäftigte das Gremium: das kleine Gotteshaus in der Ortsmitte Steininglohs, das derzeit renoviert wird. Dessen Umgebung soll umgestaltet werden. Landschaftsarchitekt Manfred Neidl legte einen Entwurf dafür vor, der bei einem Ortstermin besprochen wurde. Die niedere Mauer vor der Kapelle soll abgebrochen, das Umfeld bepflanzt und gepflastert werden. Die Kosten richten sich auch nach der Art des Pflasters, über die später entschieden werden soll. Der Entwurf ging einstimmig durch.

Mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt im Zuge der Bundesstraße 14 steht der Stadt Hirschau im Sommer ein Großprojekt ins Haus, das vom staatlichen Bauamt, das auch einen Großteil der Kosten trägt, gemanagt wird. Das Vorarbeiten dürfte im Juli beginnen, im Oktober soll es abgeschlossen sein. Das Projekt wird in mehrere Bauabschnitte unterteilt, damit der innerörtliche Verkehr, der massiv beeinträchtigt wird, so gut es geht fließen kann. Zum Teil wird die Fahrbahndecke lediglich abgefräst und erneuert, im stark mitgenommenen Teilstück zwischen der Staatsstraße nach Weiden und der Ampel an der Kreuzung mit der Georg-Schiffer-Straße wird auch der Unterbau erneuert.

In dem Zug will die Stadt dort auch die Schwachstellen der Wasserleitung beheben und zusätzliche Schieber einbauen. Diese Kosten und ein Teil der Ausgaben für den behindertengerechten Umbau der Ampeln hat die Stadt zu tragen. Die Ampel an der Kreuzung mit der Grundstraße beim Rewe-Einkaufsmarkt wird heuer errichtet, die an der Kreuzung der B 14 mit der Georg-Schiffer-Straße erst im nächsten Jahr.

Die immer wieder wechselnden einspurigen Bereiche, innerörtlichen Umleitungen und mehrtägigen Totalsperrungen der B 14 ab Beginn der Sommerferien haben auch starke Auswirkungen auf die Zufahrt zu Monte Kaolino, Sportpark und Richtung Weiher, da in dem Bereich die Komplettsanierung erfolgt, wozu der Unterbau der B 14 ausgekoffert wird. Speziell der Lkw-Verkehr wird großräumig umgeleitet, Näheres dazu wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Die beiden Bushaltebuchten beim Kaolinwerk werden aufgelöst, der Linienbus hält künftig auf der Straße. Die Randsteine im Haltebereich werden behindertengerecht erhöht. Während Rudolf Wild diesen Rückbau, der den Verkehrsfluss kurzzeitig anhalten wird, als nicht sinnvoll ansah, meinte Tobias Meindl, dass gerade ein Verkehrsstopp für mehr Sicherheit sorgen werde. Für die Sanierung der Moosweiherstraße ist Ende April als Baubeginn vorgesehen, informierte Bauamtsleiter Martin Beck.

So soll die neue Kapelle aussehen, die die Familie Graf in der Steuobstwiese bei Steiningloh errichtet.
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