13.01.2020 - 10:22 Uhr
HirschauOberpfalz

CSU Hirschau will Stadt "nachhaltig weiterentwickeln“

Die CSU will Hirschau nachhaltig weiterentwickeln. Das ist die zentrale Botschaft von Bürgermeister Hermann Falk beim großen Frühschoppen, den der Ortsverband traditionell Anfang des Jahres abhält.

„Hirschau nachhaltig weiterentwickeln!“ Unter diesem Motto stand die Rede von Bürgermeister Hermann Falk (am Rednerpult) beim 36. Dreikönigsfrühschoppen der CSU.
von Werner SchulzProfil
Der Bürgersaal des Josefshauses war voll besetzt, als der CSU-Ortsvorsitzende Florentin Siegert (am Rednerpult) den 36. Dreikönigsfrühschoppen eröffnete, nachdem der Musikzug die Besucher schwungvoll musikalisch empfangen hatte.

Die Besucher wurden im voll besetzten Bürgersaal des Josefshauses vom Musikzug schwungvoll musikalisch begrüßt. CSU-Ortsvorsitzender Florentin Siegert dankte den örtlichen Vereinen für ihre Arbeit und bezeichnete sie als „Herz der Stadt“. Siegert bezeichnete Hermann Falk als „tollen Bürgermeister, für den dieses Amt nicht Beruf, sondern Berufung ist“. Mit ihm stellten sich am 15. März hervorragende Kandidaten für den Stadtrat zur Wahl. Auf der CSU-Liste sei Erfahrung ideal mit frischem Wind vereint.

Bürgermeister Falk nahm in seiner Rede eine Kursbestimmung vor. Auch er würdigte das in den Vereinen erbrachte Engagement. „Was unsere Ehrenamtlichen leisten, ist für den Staat unbezahlbar.“ Eine positive Bilanz zog er über seine sechsjährige Amtszeit. Zusammen mit der CSU-Fraktion habe man mit Fleiß, Disziplin, Motivation und Leidenschaft vieles geschaffen. Viele Rückmeldungen zeigten, dass sich Gäste wie Einheimische in der Stadt wohlfühlten. Ihm sei es wichtig gewesen, im Stadtrat die Energie nicht in Streit und Zwietracht zu verschwenden, sondern trotz einer gewissen Vielstimmigkeit immer sachgerechte Lösungen zu finden.

Vieles von dem, was er vor der Wahl 2014 versprochen habe, sei umgesetzt worden, resümierte Falk. Die Innenstadt sei zum Wohnzimmer für alle, der Parkplatz beim Friedhof ein Schmuckstück geworden. Am Rathaus seien die Außen- und Behindertentoilette fertiggestellt, das neue Bürgerbüro sei eröffnet. Die fußläufige Anbindung der Innenstadt an den Edeka-Markt habe man gemeistert, beim Ausbau des Kernwegenetzes einiges umgesetzt. Für den Erhalt und die Sanierung der Ortsstraßen müsse künftig Geld in die Hand genommen werden, sagte er. Auch zwölf Kilometer Wasserleitungen müssten erneuert werden. Der aus Hochofenschlacke bestehende Untergrund sei teuer zu entsorgen. Mit dem Anschluss von Krickelsdorf, Ober- und Untersteinbach an den öffentlichen Kanal habe die Stadt wichtige ökologische Projekte realisiert.

Schon in der Vergangenheit habe man bei Maßnahmen großen Wert auf deren Nachhaltigkeit gelegt. Als ein Musterbeispiel bezeichnete der Bürgermeister die Ehenbach-Renaturierung. In deren Folge hätten sich viele Tierarten angesiedelt. Hirschau sei Vorreiter in Sachen Photovoltaik, Fernwärme und Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED. Man habe Streuobstwiesen angelegt und in Massenricht ein Pflegekonzept zum Thema Biodiversität entwickelt. Hirschau brauche keine besserwisserische Beratung aus dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“. „Grün können wir selber“, betonte Falk. In diesem Zusammenhang brach er eine Lanze für die Landwirtschaft. Klimaschutz dürfe nicht auf dem Rücken der Landwirte ausgetragen werden. „Die Landwirtschaft macht schon sehr viel in diesem Bereich“, stellte er fest. Wichtige Beiträge zu einem vernünftigen Klimaschutz seien der Ausbau von Radwegen und eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs.

Als bedeutende, aber auch sehr kostspielige Weichenstellung im Bildungsbereich sah Falk die Sanierung der Schule. Dabei übte er massive Kritik an der Förderung durch die große Politik: „Es kann nicht sein, dass ein Planetarium mit 70 Prozent gefördert wird, die Sanierung unserer Schule aber nur mit 46 Prozent. Hier stimmt etwas nicht.“ Es gelte, das Angebot der offenen Ganztagsschule auszubauen. Bei den Kindergärten sah der Redner großen Sanierungsbedarf. Man müsse sich auch fragen, ob und wie man das Freizeitangebot für die Jugendlichen verbessern könne, etwa durch eine Skateranlage oder einen Pumptrack.

Als weitere wichtige Themen nannte Falk die Schaffung von Wohnraum. Über die AOVE habe man ein Leerstandsmanagement, das dem Prinzip „innen vor außen“ folge. Man wolle Leerstände im Ortskern aktivieren, aber auch Baugebiete anbieten. Nach der mit viel Beifall bedachten Rede stellten sich die 20 Stadtratskandidaten der CSU persönlich vor. Den Abschluss bildeten die gemeinsam gesungenen Bayern- und Deutschlandhymne, begleitet vom Musikzug der Stadt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.