13.11.2019 - 13:59 Uhr
HirschauOberpfalz

E-Carsharing eine Option für Hirschau

Auf offene Ohren stößt Thorsten Höcht im Hirschauer Stadtrat mit seinem Vorschlag, das E-Carsharing über Amberg hinaus auf Hirschau auszudehnen. Demnach könnte in der Ortsmitte ein Leasing-Fahrzeug stationiert werden.

von Gerhard FleischmannProfil

Höchts Präsentation bei der Sitzung sah vor, das E-Carsharing-Management beim Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit anzusiedeln. Als möglichen Standort des Wagens fasste der Stadtrat die Parkplätze hinter der Sparkasse ins Auge.

In Amberg habe man im März mit zwei Fahrzeugen begonnen, die Flotte sei inzwischen in Kooperation mit der Sparkasse Amberg-Sulzbach auf vier verdoppelt worden, informierte Thorsten Höcht. Das Angebot läuft seinen Angaben nach sehr gut. Der Mietpreis liege derzeit bei 3,99 Euro in der Stunde oder 19 Euro am Tag. In Amberg seien von April bis September bei 433 Buchungen knapp 52 000 Kilometer zurückgelegt worden. Neben Hirschau seien auch weitere Standorte im Gespräch. Das Angebot laufe in Kooperation mit der E-Wald GmbH. Nach der Anmeldung für eine Einmalgebühr in Höhe von zehn Euro erhalte der Nutzer eine Kundenkarte, daneben sei eine Online-Registrierung nötig. Gebucht werden könne dann entweder über die Website von E-Wald oder über die Flinkster-App der Deutschen Bahn. Mit der könnte man bundesweit 4000 Fahrzeuge an 2500 Stationen in rund 400 Städten nutzen. Seitens der Stadt Hirschau müsse die Lade-Infrastruktur als Anschub finanziert werden. Die Fraktionen stimmten überein, das Projekt kalkulieren zu lassen und im Auge zu behalten.

Die Jahresrechnung 2018 der Stadt Hirschau schließt im Verwaltungshaushalt mit 17,3 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt mit 5,2 Millionen Euro, was einen Überschuss von 1,8 Millionen Euro ausmache, informierte Stadtkämmerer Hermann Siegert. Zur Deckung sei eine Kreditaufnahme von einer Million Euro erfolgt, die beschlossene Ermächtigung von knapp drei Millionen Euro sei deutlich unterschritten worden. Wie Siegert, erläuterte, lag der Schuldenstand der Stadt lag zum 31. Dezember 2018 bei 7,9 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1384, 86 Euro entsprach. Allerdings habe die Steuerkraft Hirschaus im vergangenen Jahr mit 1338,30 Euro umfasst und damit deutlich mehr als der Durchschnitt vergleichbarer bayerischer Gemeinden, der 979 Euro betragen habe.

Die Haushaltsrechnung 2018 der Forster-Dorfner'schen Spital- und Krankenhausstiftung schließt im Verwaltungshaushalt mit 392 653 Euro, im Vermögenshaushalt mit 1 301 472 Euro. Hier lag der Schuldenstand bei 100 532 Euro und damit deutlich höher als die Rücklagen von 754 578 Euro. Beide Jahresrechnungen gehen nun an den örtlichen Prüfungsauschuss. Gegen eine Stimme befürwortete der Stadtrat den von der Kämmerei vorgelegten Nachtragshaushalt. Grund waren Veränderungen im Personal der Stadt, die einen neuen Stellenplan und damit diese Vorlage erforderlich machten.

Johanna Erras-Dorfner brachte die Idee ein, in weiteren Ortsteilen Amtskästen anzubringen. Würde man auch die kleinen Dörfer damit ausstatten, käme man auf insgesamt 22 Standorte, informierte die Verwaltung. Das erschien dann doch nicht praktikabel. Dritter Bürgermeister Peter Leitsoni regte an, verstärkt für den Anschluss an die örtliche Fernwärme zu werben. Laut Kämmerer Hermann Siegert sind noch einige Anschlüsse in Kellern vorbereitet, komplette Neuanschlüsse seien aber wegen der erforderlichen Vorarbeiten wohl wenig wirtschaftlich.

Leitsoni bat auch zu prüfen, ob die Situation an der Kreuzung Ehenfelder-, Kohlberger-, Mühl- und Josefstraße nicht verbessert werden könnte. Zum einen werde der Verkehrsspiegel schlecht wahrgenommen, zum anderen sei die Parksituation in der Kohlberger Straße recht unübersichtlich. Rudi Wild berichtete von einem Gespräch mit Klaus Conrad. Der Grund: Der erste von dem Ehrenbürger gespendete Stadtbus habe ein ansehnliches Alter erreicht. Conrad habe zugesagt diesen bei Bedarf auszutauschen, was sehr positiv aufgenommen wurde.

Wild bat auch, die Ampelschaltungen an der B 14 zu überprüfen. Es bildeten sich immer öfter Schlangen bis über die Zufahrt zum St.-Wolfgang-Kindergarten hinaus. Vielleicht könnte man die Grünphase auf der B 14 verlängern. Johanna Erras-Dorfner regte eine Tafel zur Erläuterung des Kunstwerks „Gebrochenes Wagenrad“ in der unteren Innenstadt an.

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