Das erste Türchen befindet sich traditionell am Ostgiebel des Rathauses. Es zu öffnen, ist Aufgabe des Bürgermeisters - für Hermann Falk zum fünften Mal. Zunächst aber stimmten die von Gerhard Böller geleiteten Herzensblecher die gut 150 Besucher mit der "Festlichen Bläsermusik" und der "Intrada Anonym" auf den Auftakt ein. Falk bewies dann wieder einmal sein Talent fürs Reimen. In Versform dankte er den Trachtlern und dem Gewerbeverband für das Engagement, den Geschäftsleuten für die Bereitschaft, "scheijjne Fenster" herzurichten und allen Mitwirkenden, "wou alle Doch wos gestalten, es is wos dabei für die Junga und die Alten." Der Rathaus-Chef vergaß nicht den Hinweis auf die Spendenbox: "Und der Erlös, ja sell is gwiss, für des Frauenhaus in Weiden is."
Welch kostbares und in der Alltagshektik wenig beachtetes Gut die Zeit für die Menschen ist, führte Falk den Besuchern mit seiner Weihnachtsgeschichte vor Augen, die er nach dem "Menueto" der Herzensblecher vortrug. Sie erzählt von einem Jungen, der seinem Vater anbietet eine Stunde seiner Zeit zu kaufen, damit dieser am nächsten Abend früher von der Arbeit nach Hause kommt.
Nachdem das Geheimnis des Rathaus-Adventfensters gelüftet war und die Herzensblecher mit "Mary's boy child" und "Jingle Bells" schwungvoll vorgetragen hatten, dankte Gewerbeverbandsvorsitzender Alfred Härtl allen, die zum Gelingen des Lebendigen Adventskalenders beitragen. Besonders lobte er das Engagement der Trachtler, die die Adventfenster organisiert haben und jeden Abend mit Glühwein bewirten.
Ausdrücklich wies er auf die Spendenbox hin, die jeden Fensterl-Abend begleiten wird. Ihr Inhalt ist für das Frauenhaus der Diakonie in Weiden bestimmt. Nach Beendigung des offiziellen Teils bummelten viele Besucher noch durch den am Nachmittag eröffneten Weihnachtsmarkt.














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