Zackig marschierten die 28 Mädchen der Kinder- und Jugendgarde zu den Klängen des Luxemburg-Marsches in den Sitzungssaal des Rathauses ein – begleitet vom rhythmischen Klatschen ihrer Mamis und Papis, der Geschwister, Omas und Opas. Die strahlende Garde-Mami Regina Merkl ließ ihrer Begeisterung für den Fasching und ihrer Freude über das fünfjährige Bestehen der Garde freien Lauf. Seine Glückwünsche dazu trug Bürgermeister Hermann Falk ebenso wie seine ganze Begrüßungsrede wieder in Versform vor: „Ich gratuliere herzlich, ohne Frag, Euch allen zum fünften Geburtsetag. Und dafür sei ein großer Dank gesagt, der Merkl Gini, die sich sehr viel plagt.“ Das Reimen beherrschte auch Prinz Felix I., der dem Bürgermeister - auf seine Prinzessin Eva I. deutend – selbstbewusst klar machte, was ihm gleich blüht: „Bis zum Aschermittwoch regieren wir zwei, das machen wir gerne und haben Spaß dabei!“ Gereimt kündigte er die Gardeauftritte an: „Unsre Mädels stehen schon zum Tanz bereit, als Jackson Girls lernt man sie kennen weit und breit.“ Bevor die Kindergarde schwungvoll und exakt ihren Gardemarsch zu Gassenhauern wie „Ja, mir san mit’m Radl da“ präsentierte, schwebte erst einmal das Prinzenpaar zu Michael-Jackson-Songs über das Parkett. Die Jugendgarde zündete ein tänzerisches Feuerwerk zu ihrem Sweet-Caroline-Medley.
Dann schlug für Bürgermeister Hermann Falk endgültig die Stunde der Wahrheit. Er musste den Rathausschlüssel und die - wieder einmal - leere Stadtkasse herausrücken und dem Prinzen und der Prinzessin aushändigen. Falk nahm’s gelassen: „Ohne Kasse kann ich leben, das Geld hab ich schon vorher ausgegeben. Ich gebe gern den Schlüssel her vom Ratehaus und gehe in die weite Welt hinaus und rufe dann ja ach so froh ganz laut Hirschau oho!“ Der schmucken Prinzessin überreichte er einen Blumenstrauß. Diese revanchierte sich mit einem vorsichtig-zarten Wangenküsschen und einem Orden. Mit einem solchen wurden auch Musikzug-Chef Maximilian Stein, Co-Gardetrainerin Michaela Meier und Regina Merkl dekoriert. Letztere ließ es in der Stadtkasse klingeln. Sie zahlte freiwillig zehn Euro Strafe dafür, dass sie schon am frühen Morgen um 7.58 Uhr, also vor 11.11. Uhr, „Hirschau oho“ gerufen habe, weil sie so heiß auf den Faschingsauftakt gewesen sei. Sie versäumte es nicht, ihren beiden Co-Trainerinnen Michaela Meier und Annika Scheffler für ihre Unterstützung zu danken.
Schließlich stieß man auf die gelungenen Auftritte und die bevorstehende Faschingssaison begleitet von einem kräftigen „Hirschau oho“ mit einem Gläschen - für die Kinder alkoholfreien – Sekt an.















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