02.10.2019 - 10:06 Uhr
HirschauOberpfalz

Festspielverein Hirschau präsentiert Steingutausstellung

Sie dauerte von 1826 bis 1956 - die Ära der Hirschauer Steingutproduktion. An dieses bedeutende Kapitel Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Stadt erinnert eine Ausstellung, die der Festspielverein in der alten Mälzerei präsentiert.

Die vom Festspielverein arrangierte und von Lothar Fischer (links) betreute Steingutausstellung ist ab 6. Oktober jeden ersten Sonntag im Monat bei freiem Eintritt von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Zu sehen sind rund 1000 Exponate aus den Dorfner-, Carstens- und Luckscha-Epochen. Altbürgermeister Hans Drexler (rechts) präsentiert einen von Franz Weih um das Jahr 1900 gestalteten Wandteller, den sein Neffe Karl Weih (Nürnberg) dem Verein überlassen hat.
von Werner SchulzProfil

Die Schau ist am Sonntag, 6. Oktober, von 14 bis 17 Uhr geöffnet. In den Glasvitrinen sind etwa 1000 in der alten und neuen Fabrik hergestellte Steingutstücke - Gebrauchsgeschirr genauso wie dekorative und künstlerisch gestaltete Exemplare - aus den drei Epochen Dorfner (1826 bis 1918), Carstens (1918 bis 1936) und Luckscha (1936 bis 1956) im Erdgeschoss der alten Mälzerei im Pflegschloss zu besichtigen. Aus der Dorfner-Ära sind auch Platten für den Umdruck zu sehen. Unter den Ausstellungsstücken sind rund 40 Krüge. Eine Hauptattraktion ist ein Reservistenkrug des 6. Amberger Regiments aus der Zeit von 1896 bis 1898. Außerdem sind in Regalen über 30 verschiedene Dekore auf Tassen und Milchkännchen zu bewundern.

36 Schautafeln machen deutlich, dass die beiden Hirschauer Fabriken einst zu den größten der Oberpfalz gehörten. Sie erzählen deren Geschichte von der Gründung bis zum Konkurs. Zeitdokumente informieren über die Unternehmer und über einige in deren Betrieben tätige namhafte Künstler. Ebenso zeigen sie den Alltag der Arbeiter, Dreher und Maler. Die Tafeln erklären, welche Rohstoffe für die Herstellung der Steingutwaren benötigt wurden, und beschreiben die Fertigungsprozesse.

Geöffnet ist die Ausstellung, die von Lothar Fischer betreut wird, jeden ersten Sonntag im Monat (erstmals am 6. Oktober), jeweils von 14 bis 17 Uhr. Besuchergruppen können mit dem Vereinsvorsitzenden Hans Drexler (09622/5675) spezielle Besichtigungstermine vereinbaren. Der Eintritt ist frei. Spenden werden gerne angenommen, sie werden für den Aufbau eines Steingutmuseums verwendet.

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