08.03.2019 - 10:35 Uhr
HirschauOberpfalz

Festspielverein Hirschau setzt auf bewährte Führung

2019 wird ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr für den Festspielverein. Zur Bewältigung setzen die Mitglieder auf die bewährte Führung. Einstimmig bestätigen sie Hans Drexler und Alfred Härtl als Vorsitzende.

Ein neuer Vorstand steht an der Spitze des Festspielvereins (von links): Schriftführer Reinhold Birner, Zweiter Vorsitzender Alfred Härtl, Vorsitzender Altbürgermeister Hans Drexler und Schatzmeisterin May Koller.
von Werner SchulzProfil

Dass es auch schon 2018 jede Menge zu tun gab, für den Festspiel- wie für den Steingutsektor, belegte Drexlers Rechenschaftsbericht. Im Erdgeschoss der Alten Mälzerei wurden zwei Ausstellungen angeboten. In der vom Hamburger Kulturhistoriker Volker Zelinsky arrangierten Schau „VasenKunst“ waren 150 von den Künstlerinnen Helene Fischer und Maria Piffl im Jahr 1930 entworfene Exponate zu sehen. Rund 400 Besucher haben sich dafür interessiert. Es folgte eine Steingutausstellung mit rund 700 Produkten aus den drei Epochen der Hirschauer Steingutfabriken präsentiert, diese um eine Klöppelausstellung von Kornelia Stöwe ergänzt wurde. 2018 hat man 301 Besucher gezählt, heuer 171. Der Verein habe seinen Fundus an Exponaten durch Ankäufe und eine Testamentsverfügung von Michael Popp um 875 Einzelstücke mit einem Sammlerwert von etwa 17 000 Euro erweitern können. Popp habe dem Verein außerdem seine Postkartensammlung vermacht.

Das geplante Museum des Festspielvereins soll laut Drexler drei Schwerpunkte haben: Steingut, Postkarten und Hirschauer Stückln. Insgesamt zufrieden zeigte sich der Vorsitzende mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Hirschauer Kirwa, für dessen Organisation Christian Gnan verantwortlich war.

Gut im Zeitplan liegt man nach Angaben des Vorsitzenden mit den Baumaßnahmen im Festspielbereich. Die feste Bühne sei bautechnisch fertig. Gleiches gelte für die mobilen Bühnenteile. Die Installation der Technik erfolge im März, ebenso der Bau der Tribüne. Sechs Sitzreihen mit 240 Plätzen seien fertig. Weitere fünf Reihen mit 170 Plätzen würden mit Fertigbetonteilen errichtet. Für die Toilettenanlage unter der Tribüne sei die Ausschreibung erfolgt. Für den Herbst 2019 sehe der Zeitplan den Bau des Kulissenlagers einschließlich der Unterbringung des Heimat- und Trachtenvereins vor. Fördergelder erhalte der Verein von der Stadt Hirschau, vom Kulturfonds Bayern, von der Förderstiftung der Sparkasse und mit Mitteln aus dem Leader-Programm der EU.

Die Neuwahlen brachten folgende durchwegs einstimmige Ergebnisse: Vorsitzender: Hans Drexler, sein Stellvertreter: Alfred Härtl, Schatzmeisterin: May Koller, Schriftführer: Reinhold Birner, Kassenrevisoren: Roland Fritsch und Helmut Sperber, weitere Vorstandsmitglieder: Christian Gnan (Datenschutz, Mitgliederverwaltung, VBAT), Dieter Held (Spielleitung) und Beatrice Hergeth (Jugendbeauftragte).

Breiten Raum nahmen die Vorbereitungen für die 8. Hirschauer-Stückl-Festspiele ein. Sie finden von Freitag, 19. Juli, bis Samstag, 3. August, statt. Auf dem Spielplan stehen acht Aufführungen der Neuinszenierung des Volksstücks „Die Erbschaft“ von Katrin Klewitz‘. Regie führen Saskia Krügelstein, die für den musikalischen Teil zuständig ist, und Dieter Held. 65 bis 70 aktive Spieler wirken mit, 22 bis 24 davon haben eine Sprechrolle. Das Casting-Auswahlverfahren ergab eine gute Mischung aus bewährten Schauspielern und neuen Darstellern. Der Probenplan steht. Von den Mitwirkenden erwartete Held, dass sie ihre Texte beim Probenbeginn bereits beherrschen.

Einige Mitgliedern erklärten sich für das Festspiel zur Übernahme von Arbeitsbereichen bereit. Sepp Strobl und Evi Strehl sind zuständig für die Kostüme. Als Näherinnen stehen Ingrid Dobat und Elisabeth Ernstberger zur Verfügung, als Maler Jürgen Hartmann und Josef Regner. Den Bereich Bühnenbau und Effekte übernehmen Roland Fritsch, Erhard Ackermann und Ludwig Koller, den Bereich Elektro Jürgen Hartmann und Rudi Richthammer, den Bereich Licht/Akustik Alfred Härtl, Rudi Richthammer und Alexander Götz. Um die Werbung kümmern sich Saskia Krügelstein, Beatrice Hergeth und Markus Dittrich.

Unabhängig von den Festspielen zeichnen für den Bereich Steingut Hans Drexler, Lothar Fischer, Erna Künzel und Sabine Wopperer verantwortlich. Für die Hirschauer Kirwa ist wieder Christian Gnan zuständig, für das „Kummt’s eina“ Erwin Zach. Den Bereich Reinigung übernimmt Erna Künzel.

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