13.06.2019 - 10:37 Uhr
HirschauOberpfalz

Firmung in Hirschau: Heilig-Geist-App als Direktverbindung zu Gott

Der Pfingstsamstag war ein großer Festtag für die Pfarrei Mariä Himmelfahrt. In der Kirche empfingen 71 junge Christen aus Hirschau, Ehenfeld, Schnaittenbach und Kemnath am Buchberg das Sakrament der Firmung.

Mit den Worten „Empfange die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“ zeichnet Bischof Bosco Puthur jedem Firmling mit Chrisam-Öl ein Kreuz auf die Stirn.
von Werner SchulzProfil

Als Firmspender hieß Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann Bischof Bosco Puthur aus Melbourne, der zweitgrößten Stadt Australiens, willkommen. Für einen ansprechenden musikalischen Rahmen des Festgottesdienstes sorgte der von Dorothea Meyer geleitete Projektchor aus den vier beteiligten Pfarrgemeinden. Die Sänger wurden von Iryna Hermann an der Orgel begleitet.

In seiner Predigt, die er in bestem Deutsch vortrug, erinnerte Bischof Puthur an die modernen Kommunikationsmöglichkeiten. Im Sekundentakt könne man heutzutage Nachrichten übermitteln und miteinander sprechen, während früher Briefe wochenlang von einem Ende der Erde zum anderen unterwegs gewesen seien. Die Beziehung zu Gott sei wesentlich einfacher aufrechtzuerhalten - durch den Heiligen Geist. Da erübrigten sich eine Adresse oder eine Telefonnummer. Außerdem koste es nichts und es gebe kein Funkloch. Bischof Puthur lud die jungen Christen ein, diese Heilig-Geist-App als Verbindung zu Gott ausgiebig zu nutzen im täglichen Gebet, bei der Sonntagsmesse oder beim Blick in die Bibel. Er erklärte den Firmlingen auch die sieben Gaben des Geistes Gottes: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit, Gottesfurcht. Seine Predigt schloss er mit der Bitte des Liedes „Atem Gottes, komm!“.

Beim Firmakt zeichnete Bischof Puthur mit den Worten „Empfange die Gabe Gottes, den Heiligen Geist" jedem Firmling mit geweihtem Chrisamöl ein Kreuz auf die Stirn. Mit dem gemeinsam gesungenen Schlusslied „Großer Gott, wir loben Dich“ fand der Festgottesdienst einen eindrucksvollen Abschluss. Nach der Messe stand Bischof Bosco Puthur weiter im Mittelpunkt des Geschehens. Beim Stehempfang nutzten Firmlinge, Paten und Eltern ausgiebig die Möglichkeit zum ungezwungenen Gespräch mit ihm.

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