22.10.2018 - 11:02 Uhr
HirschauOberpfalz

Flächenvoltaikanlage sorgt für Diskussion im Hirschauer Bau- und Umweltausschuss

Für Diskussionen im Hirschauer Bau- und Umweltausschuss sorgte die Bauvoranfrage der ETF Solutions GmbH. Das Unternehmen will in der Gemarkung Massenricht nahe Träglhof auf rund drei Hektar Land eine Freiflächenphotovoltaikanlage errichten.

von Gerhard FleischmannProfil

Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen seien nur im Rahmen von Bebauungsplänen als Sondergebiet zulässig. Der Flächennutzungsplan sei zu ändern und ein Grünordnungsplan erforderlich, informierte Bauamtsleiter Martin Beck. Günther Schuster (FW) befürchtete die Schaffung eines Präzedenzfalls. Wolfgang Bosser (SPD) sah ein privates Invest in der freien Landschaft, "das mit dem Ziel der Energie-Autarkheit der Stadt Hirschau wenig zu tun hat". Josef Luber (CSU) will geklärt haben, welche rechtliche Bedeutung die im Antrag genannte Formulierung habe, es würden „benachteiligte Gebiete“ belegt.

Stefan Bauer (SPD) sprach an, dass es städtische Dachflächen gebe, die sich für Photovoltaik eignen würden. Rudolf Wild sah zudem die Möglichkeit, geeignete städtische Flächen zur Errichtung einer PV-Freiflächenanlage zu verpachten.

Gegen die Stimmen von Günther Schuster und Wolfgang Bosser wurde empfohlen, dass der Stadtrat tätig wird. Der Ausschuss schlug vor, dass der Betreiber das Gelände so einzuzäunen habe, dass es für kleinere Tiere durchgängig sei. Der angrenzende Weg sei zugänglich zu halten, die vorhandenen Bäume zu erhalten oder durch Grünordnungsmaßnahmen zu kompensieren. Bürgermeister Hermann Falk wird zudem im Vorfeld das Gespräch mit dem Antragsteller suchen.

Die Anregung der Raiffeisenbank, an der Nordseite des Edeka-Marktes einen Pylon aufzustellen mit dem Hinweis auf den Durchgang zur Innenstadt. Der bringe dort Orientierung und könnte auch auf Gewerbetreibende in der Innenstadt hinweisen. Die Entscheidung wurde zurückgestellt. Im Bereich des Durchgangs solle ein Fahrradständer platziert werden, verlangte der Ausschuss. Die heuer beschlossene Ergänzung des Mobiliars in der Innenstadt solle 2019 umgesetzt, im August 2019 zudem der Stadtbrunnen fertiggestellt sein.

Der Verbindungsweg von der Klostergasse/Stadtmauergasse zur Burgstraße ist laut Stadtrat Wild zum Teil unbefestigt und Fußgänger-unfreundlich. Laut Bürgermeister Hermann Falk ist dies in Bearbeitung, sind Verbesserungen geplant. Der Unterflurverteiler am Marktplatz wird vor dem Weihnachtsmarkt überprüft, um die problemlose Versorgung der Anbieter sicherzustellen. Der Schaden am Granitpoller in der östlichen Einfahrt zur Innenstadt wird über die Versicherung der Verursacher reguliert. Die Fahrerin sei wohl von der Sonne geblendet worden, erfuhr Stadtrat Franz Birner (CSU) auf Nachfrage. Die privaten Bauanträge wurden einstimmig befürwortet.

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