10.06.2019 - 12:32 Uhr
HirschauOberpfalz

Förderkreis erfüllt Bohrmaschinenwunsch der Seniorenheim-Holzwerker

„Wer will fleißige Holzwerker sehn, der muss ins Seniorenheim St. Barbara gehn!” Dass dem tatsächlich so ist, davon überzeugte sich eine Delegation des Förderkreises Altenhilfe mit dem Vorsitzenden Werner Schulz bei einem Werkstattbesuch.

Die 2011 gegründete Holzwerkgruppe ist aus dem BRK Seniorenheim St. Barbara nicht mehr wegzudenken. Der Förderkreis Altenhilfe stattete die Holzwerker vor kurzem mit einer neuen, besonders leise und präzise arbeitenden Bohrmaschine aus. V. l.: Förderkreisvorsitzender Werner Schulz, Toni Pirzer, Gisela Witt, Werkstatt-Chef Josef Kohl, Julia Wenzl, Schatzmeister Reinhold Birner, Stadträtin Bärbel Birner und Heimleiterin Astrid Geitner.
von Werner SchulzProfil

(u) Im Herbst 2011 wurde im St.-Barbara-Heim die Holzwerkgruppe ins Leben gerufen. Sie wird seither ehrenamtlich geleitet von Josef Kohl und Toni Pirzer. In Gisela Witt und Julia Wenzl haben sie zwei tüchtige, ebenfalls ehrenamtlich tätige Helferinnen. Unter der Regie dieses Quartetts finden sich jeden Donnerstagvormittag in der Werkstatt Bewohner des Seniorenheims und Gäste der Solitären Tagespflege zum Holzwerken ein.

Sie alle haben seit kurzem noch ein Stückchen mehr Freude an ihrem Hobby. Der Förderkreisvorstand erfüllte deren Wunsch nach einer neuen Handbohrmaschine. 250 Euro kostete das Gerät, das Josef Kohl aussuchte. Er nutzte den Besuch von Werner Schulz, Schatzmeister Reinhold Birner und Stadträtin Bärbel Birner nicht nur zum Dank für die Spende, sondern erläuterte die Geschichte und die aktuellen Arbeiten der Holzwerkgruppe. Diese wurde gegründet, um den Bewohnern Abwechslung vom Heimleben anzubieten. Man habe auf einem Küchentisch begonnen. Erstes Werkzeug sei eine Dekupiersäge gewesen. Das Arbeiten sei dann durch den Bau einer Werkbank mit zwei verschiedenen Arbeitshöhen und Schüben für Werkzeug und Kleinteile leichter und interessanter geworden. So waren verschiedenste Gegenstände anzufertigen, die beim Frühjahrs- und Weihnachtsmarkt zum Verkauf angeboten wurden. Der Erlös ermöglichte zunächst weitere Anschaffungen, wurde aber immer spärlicher. Daher wurde beschlossen, sich auf die Fertigung von Deko- und Gebrauchsgegenständen für das Pflegeheim zu beschränken. Eine Ausnahme bildeten Futter- und Vogelhäuser. Sie könnten weiter bestellt werden.

Seit Januar dieses Jahres stehe der Gruppe nach dem dritten Umzug nun ein großzügiger Arbeitsraum zur Verfügung. Seitdem könnten auch Rollstuhlfahrer in der Gruppe mitarbeiten. Mit der neuen Bohrmaschine erfülle der Förderkreis den Holzwerkern aus zwei Gründen einen Herzenswunsch. Zum einen könne mit ihr wesentlich präziser gebohrt werden. Dass die neue zum zweiten deutlich leiser ist als die alte, ließ Josef Kohl die Gäste live miterleben.

Heimleiterin Astrid Geitner bezeichnete die Holzwerkgruppe als wertvolle Bereicherung für das Heim. Ihr Dank galt vor allem den vier ehrenamtlichen Holzwerkern. Sie ermöglichten mit ihrem Engagement sowohl Bewohnern als auch externen Senioren eine sinnvolle Beschäftigung. Dem schloss sich Werner Schulz nahtlos an. Er sagte weitere finanzielle Unterstützung durch den Förderkreis zu.

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