27.02.2020 - 10:48 Uhr
HirschauOberpfalz

Freie Wähler Hirschau präsentieren ihre Kandidaten

Die Freien Wähler Hirschau präsentierten ihre Kandidaten zur Kommunalwahl im Schloss-Hotel. Bürgermeisterkandidatin Johanna Erras-Dorfner ihr Wahlprogramm für Hirschau vor.

Bürgermeisterkandidatin Frau Erras-Dorfner
von Externer BeitragProfil

Die Innenentwicklung der Stadt liegt ihr sehr am Herzen, sagte sie. Nach dem Motto „innen vor außen“ habe die Wiederbelebung von Leerständen im innerstädtischen Bereich Vorrang vor neuen Baugebieten. Die Umsetzung des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“, das die Freien Wähler Hirschau unterstützt hätten, sollte auf kommunaler Ebene, unter Einbeziehung von Fachleuten, Schritt für Schritt angegangen werden. Ein übereilter Aktionismus mit dem Aussäen von teurem Blühsamen auf falschen Flächen bringe nicht viel.

Hirschau müsse ein attraktives Umfeld für Gewerbeansiedlungen schaffen, forderte die Bewerberin. Das neue Gewerbegebiet am Bachranken sei ein erster Schritt dazu. Die Ansiedlung von Handel oder Billig-Discountern halte man dort für falsch. Man brauche Gewerbe mit Zukunftsperspektive. Aus ihrer Sicht sei es notwendig, die Bevölkerung über Themen der nichtöffentlichen Sitzungen besser informieren zu dürfen: „Dies wäre gerade im Fall des Ehenfelder Kindergartens hilfreich gewesen.“

Eine große Investition in die Umwelt in Höhe über zwei Millionen Euro stelle der Kanalbau in Obersteinbach dar, bei dem die Abwässer fortan in die Kläranlage Massenricht hochgepumpt würden. Für die Sanierung der Schule werden entgegen früheren Ankündigungen nur mehr weniger als 50 Prozent Förderung gewährt, bedauerte sie. Wegen der hohen Bausumme und der angespannten Finanzlage der Stadt müssten alle wirtschaftlichen Einsparmöglichkeiten genutzt werden. Die Freien Wähler lehnten eine Lüftungsanlage und teure Holz-Alu-Fenster ab.

Als sich die Stadtratskandidaten vorstellten, forderten die einen eine wirtschaftsfreundlichere Kommunalpolitik, mehr Fachwissen mit Experten vor Ort bei politischen Entscheidungen und schnelles Internet auch im ländlichen Raum. Die anderen setzten sich als Mitglieder in Elternbeiratsgremien für Verbesserungen in Kindergarten und Schule ein. Dem Landwirt unter den Bewerbern lag der Einklang von Naturschutz und Landwirtschaft am Herzen.

FW-Kreistagsfraktionssprecher Peter Dotzler gab einen Überblick über die Situation im Landkreis und die anstehenden Baumaßnahmen. Die Sanierung von Schulen und Krankenhäusern habe Priorität und stelle eine große Belastung für den Haushalt dar. Der Ausbau von Kreisstraßen, wie zwischen Massenricht und Freihung, werde deshalb immer wieder verschoben. Einigkeit herrschte unter den anwesenden Kreistagskandidaten aus Freihung, Schnaittenbach und Hirschau darüber, dass die Region im Kreistag zu wenig vertreten sei und so auch die Gelder eher in andere Teile des Landkreises fließen. Übereinstimmend lautete deshalb ihr Appell, bei der Kreistagswahl bevorzugt Kandidaten aus dem östlichen Landkreis zu wählen – gegebenenfalls auch überparteilich. Denn Kommunalwahlen seien Personenwahlen.

Kandidatenvorstellung
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