24.03.2020 - 22:12 Uhr
HirschauOberpfalz

Großeinsatz der Polizei in Hirschau

Großeinsatz der Polizei in Hirschau: Einzelheiten wollte die Einsatzzentrale in Regensburg am späten Abend noch nicht bekanntgeben. Sie betont aber, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestand.

Ein Sondereinsatzkommando (SEK) war an einem Polizeieinsatz in Hirschau beteiligt
von Heike Unger Kontakt Profil

Wie die Polizeieinsatzzentrale Regensburg bestätigt, hat es am Dienstagabend einen größeren Polizeieinsatz am Ortsrand von Hirschau gegeben. Einzelheiten wollten die Beamten am späten Abend noch nicht bekanntgeben. Allerdings betonte die Einsatzzentrale in Regensburg, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestand. Laut ersten Erkenntnissen war etwa ein Dutzend Fahrzeuge am Einsatzort, unter anderem ein Sondereinsatzkommando (SEK) aus Nürnberg. Gegen 22 Uhr rückten die Einsatzkräfte wieder ab.

Polizei stellt klar: "Keine Geiselnahme"

Die Polizeiinspektion in Amberg stellte gegen 22.30 Uhr klar, dass es sich nicht um eine Geiselnahme handelte. Entsprechende Gerüchte hatten zuvor im Internet die Runde gemacht. Onetz berichtet, sobald weitere gesicherte Informationen vorliegen.

Eine Auseinandersetzung Am 24.03.2020, gegen 17:00 Uhr, kam es in einem Wohnanwesen in Hirschau, Moosweiherstraße, zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 53-jährigen Stadtbewohner und einer 50-jährigen Bekannten. In dem Einfamilienhaus des 53-jährigen befanden sich noch weitere 2 Personen, welche die 50-jährige begleiteten, allesamt wollten das Gespräch mit dem Stadtbewohner suchen, da dieser seit längerer Zeit unter psychischen Problemen litt.

Im Verlauf des Gesprächs wurde die 50-jährige vom Hausbesitzer körperlich angegangen und dabei leicht verletzt, zusammen mit ihren beiden Begleitern gelang es ihr aus dem Haus zu laufen, der 53-jährige blieb alleine im Anwesen zurück.

Kurze Zeit nachdem die Personen das Haus verlassen hatten, hörten sie einen Knall, konnten diesen aber nicht genau deuten, deshalb alarmierten sie die Polizei in Amberg.

Bei einer ersten Abklärung des Sachverhaltes vor Ort erfuhren die Beamten, dass der 53-jährige als Jäger über eine waffen- und sprengstoffrechtliche Erlaubnis verfügt und daher legal im Besitz etlicher Waffen ist.

Eine Kontaktaufnahme vor Ort mit dem 53-jährigen durch speziell geschultes Personen scheiterte, ein hinzugezogenes Spezialeinsatzkommando durchsuchte daraufhin das Haus des 53-jährigen und fand diesen schlussendlich tot im Haus auf.

Während des gesamten Einsatzes waren keine anderen Personen, Anwohner der angrenzenden Häuser, in irgendeiner Weise gefährdet.

Die Ermittlungen, welche letztendlich zum Tod des 53-jährigen führten, hat die Kriminalpolizeiinspektion Amberg übernommen.

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