Solange Unwetterkatastrophen oder kriegerische Auseinandersetzungen und die damit verbundene Not der Betroffenen die Schlagzeilen in den Medien beherrschen, ist die Spenden- und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sehr groß. Diese schwindet allzu rasch und oft, wenn die Ereignisse nicht mehr im Fokus stehen.
Eigene Sammelstelle
Der 1999 gegründete, als gemeinnützig anerkannte Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine aus Bayern, Winklarn-Schneeberg" mit seinem Vorsitzenden Anton Grauvogl ist ein Beispiel dafür, dass dem nicht zwangsläufig so sein muss. Seit knapp vier Jahren erfährt der Verein große Unterstützung aus Hirschau durch das Ehepaar Dieter und Renée Hoffmann, seit zwei Jahren auch durch die CSU-Frauen-Union und die Hilfsorganisation Africa Luz.
Die Hoffmanns haben eine Sammelstelle für die Ukraine-Hilfe eingerichtet. Ein wichtiges Standbein ist ihr wöchentlicher Flohmarkt beim "Grünen Haus" am Bischof-Bösl-Platz. Die Bevölkerung liefert laufend gut erhaltene Kleidungsstücke, Wäsche, Schuhe, Spielsachen usw. an. Wie schon im Vorjahr wurde das Warenlager kräftig ergänzt durch einen Berg an Artikeln, die für den FU-Flohmarkt abgegeben, aber nicht verkauft wurden. Nachdem sich im Hoffmann-Haus wieder eine Riesenmenge an Hilfsgütern angesammelt hatte, war es für Anton Grauvogl ein lohnendes Unterfangen, zur Abholung nach Hirschau zu kommen. Auf seinem Riesenanhänger hatte gar nicht alles Platz, was Dieter und Renée Hoffmann zusammen mit der FU-Vorsitzenden Bärbel Birner und ihrer Stellvertreterin Rita Beck für den Transport hergerichtet hatten.
Sogar Kinderbetten dabei
Schließlich gingen 40 prallvolle Kleidersäcke, 60 mit Bettwäsche und Schuhen gefüllte Bananenkisten, Decken, Gardinen, Kinderbetten, Spielsachen, Kuscheltiere, einige Rollstühle, gebrauchte Brillen, Blutdruckgeräte und anderes medizinisches Gerät mit auf die Reise in die Ukraine.
Konkret landen die Hilfsgüter, so Anton Grauvogl, im rund 1000 Kilometer entfernten Rivne im Nordwesten der Ukraine. Spendenempfänger sind dort unter anderem ein Zentralkrankenhaus, eine Sozialstation, ein Waisenhaus, ein Kinderheim und eine Entbindungsklinik. Grauvogl bedankte sich mit herzlichen Worten bei den Hoffmanns, Bärbel Birner und Rita Beck für das Engagement. Jeder Artikel werde in dem Krisengebiet sehr gebraucht.
Regelmäßig Flohmarkt
Die Hoffmanns hoffen auf die weitere Unterstützung durch die Bevölkerung. Diese kann jeden Freitag zwischen 8.30 und 13 Uhr Kleidung, Schuhe, Spielsachen - vor allem auch Fahrräder und Rollstühle - beim "Grünen Haus" am Bischof-Bösl-Platz nördlich der Stadtpfarrkirche abgeben. Während dieser Zeit halten die Hoffmanns dort regelmäßig einen Flohmarkt ab.













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