06.02.2019 - 10:44 Uhr
HirschauOberpfalz

Mit „Hirschau, oho“ am Samstag, 23. Februar, durch die Innenstadt

Am Samstag, 23. Februar, ist es wieder so weit: Vom unteren Müllner aus machen sich um 15 Uhr Hunderte Maschkerer-Kinder auf zum Faschingszug durch die Hirschauer Innenstadt.

Den größten Faschingszug ihrer Geschichte erlebt die Stadt laut Heimatpfleger Sepop Strobl 1952. Im Bild der damalige Elferrat mit der Prinzengarde.
von Werner SchulzProfil
Die Kaolinbetriebe AKW und Gebrüder Dorfner beteiligten sich aktiv an den Faschingszügen. Karl Fleischmann, Sepp Birner, Rudl Kokott und Direktor Oskar Hallbauer waren als Amerikaner im Jeep unterwegs.
Seit der Wiedergeburt des Hirschauer Faschings führt Sepp Strobl den Kinder-Gaudiwurm an, jedes Mal in anderer Kostümierung – 2016 etwa in der des Nachtwächters. Hinten Bildmitte: Regina Merkl.

Angeführt wird der Gaudiwurm von der Kinder- und Jugendgarde des Musikzugs. Ganz vorne weg marschiert Stadtheimatpfleger Sepp Strobl, der sich auch mit der Historie des Hirschauer Faschingszugs befasst hat. Demnach gab es einst sogar eine Faschingsgesellschaft Narrhalla mit Präsidium, Elferrat, Prinzenpaar und Garde. Der Faschingsruf hieß damals „Hirschau! Aha!“. Am Faschingsdienstag 1952 sah Hirschau den größten Faschingszug seiner Geschichte. Die Amberger Kaolinwerke und die Firma Gebrüder Dorfner waren maßgeblich am Bau der Umzugswagen beteiligt. Unter anderem waren AKW-Direktor Oskar Hallbauer, Karl Fleischmann, Sepp Birner und Rudl Kokott als Amerikaner im Jeep unterwegs.

Sepp Strobl ahnte sicher nicht, mit seinen Forschungen und Vorträgen die Initialzündung zur Wiederbelebung des seit Jahren im Koma liegenden Hirschauer Faschings zu geben. Zwergerltreff-Leiterin Michaela Meier ließ sich 2014 davon inspirieren. Sie stellte nicht nur einen Kinderfasching, sondern einen Gaudiwurm auf die Beine. Rund 300 Maschkerer – von ganz klein und jung bis ganz groß und alt – zogen vom Marktplatz zum Josefshaus. Auch gründete sie eine Kindergarde.

„Hirschau, oho“ heißt die Devise, wenn sich am Samstag, 23. Februar, um 15 Uhr der Gaudiwurm in Bewegung setzt. Musikzug-Chef Maximilian Stein und Regina Merkl waren sich einig, erneut keine (überdimensionalen) Festwagen und keine überlaute Musik zuzulassen. So gibt es wieder einen Umzug nur für Kinder und Jugendliche zu Fuß und/oder mit Handwagen.

Einige Gruppen haben sich bereits angemeldet. Mit von der Partie sind etwa der Antonius- und der Wolfgang-Kindergarten, das Johanniter-Kinderhaus Conrad, die Krabbelgruppe Zwergerltreff und die Angler-Jugendgruppe. Auch auswärtige Gruppen wie die Jugend der Knappnesia Sulzbach-Rosenberg, die Kinderfaschingsgesellschaft Kleinseugastanien, die Kindergarden aus Schmidmühlen, Freudenberg, Vilseck und Kohlberg und die Faschingsgesellschaft Lari-Fari Diesenbach haben sich angekündigt. Angesagt sind auch die Schnaittenbacher Grundschule, die FCN-Freunde und der TuS Hirschau sowie die Eichenweicher.

Mit dabei ist natürlich der Musikzug. Dirigent Wolfgang Vögele und seine Truppe können bei der Gelegenheit für den Rosenmontagszug in Düsseldorf proben. Das Prinzenpaar Felix I. und Eva I. und die Hoheiten der anderen Garden werden in Nobelkarossen chauffiert. Nach dem Umzug gibt es auf dem Marktplatz eine große Faschingssause mit Polonaise, Partymusik, Kaffee, Kuchen, alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken und Speisen.

Kinder- und Jugendgruppen, Familien oder auch einzelne Kinder oder Jugendliche, die bei dem Gaudiwurm mitmachen wollen, melden sich bis Samstag, 16. Februar, bei Andrea Wiesnet (Lessingstraße 14, 09622/71671, andrea.wiesnet[at]gmail[dot]com) oder Regina Merkl (09622/4465) an.

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