27.08.2018 - 19:52 Uhr
HirschauOberpfalz

In Hirschau zehn Jahre Sand-Rodelspaß

Viele Besucher hatten auf dem Hirschauer Monte Coaster schon ihren Spaß: Knapp eine Million verkaufte Tickets, bilanziert Betriebsleiter Wolfgang Schwarz zum Zehnjährigen der Sand-Rodelbahn.

Betriebsleiter Wolfgang Schwarz und Bürgermeister Hermann Falk (von links) machen zum Zehnjährigen eine Fahrt mit dem Monte Coaster. Auf dem kann man momentan samstags, in den Sommerferien, übrigens auch nachtrodeln – bis 23 Uhr, mit Lagerfeuerromantik.
von Heike Unger Kontakt Profil

(eik) Also rund 100 000 Fahrten im Jahr. "Gar nicht so schlecht", meint er in Oberpfälzer Understatement bei einem Pressegespräch am Montag.

Zur Feier gibt's Rabatt

Ein bisschen gefeiert wird dieser "Geburtstag" aber auch noch. Mit einem "Zehn Prozent auf alles im Freizeitpark Monte Kaolino"-Rabatt und kleinen Präsenten für Besucher am Wochenende 8. und 9. September. Zehn Jahre gibt es den Monte Coaster inzwischen. Damals wurde auch die Liftanlage, die kleinen Schiffchen, die seit 1960 Besucher den Monte hinaufbringen, komplett modernisiert und von mechanischem auf elektrischen Betrieb umgestellt. 2012 kam der Hochseilgarten dazu, 2015 der Adventure-Golfplatz. Zusammen mit Freibad, Spielplatz, Restaurant und Campingplatz "ein Gesamtpaket, das einfach passt", stellt Schwarz zufrieden fest: "Das Miteinander macht schon was aus" und den Freizeitpark Monte Kaolino zu einem Ziel für Tagesausflüge. Nicht nur für Besucher aus der Umgebung. Viele Gäste kommen laut Schwarz auch aus "Thüringen, Sachsen, dem Bayerischen Wald und auch einige aus Baden-Württemberg". Und sorgen dafür, dass hier 35 Teil- und zwei Vollzeitkräfte einen Arbeitsplatz haben.

Während Schwarz davon erzählt, haben gerade Profi-Fahrer eines großen Ski-Herstellers einen Heidenspaß bei der rasanten Promotion-Abfahrt vom Monte. Der erfreut sich in diesem Sommer besonders großer Resonanz, wie Schwarz verrät: Kürzlich erst war der Andrang so groß, dass der Fundus des Skiverleihs nicht reichte. Schwarz sinniert: Ob der Monte durch zwei "Auftritte" als Quizfrage in Fernseh-Shows zusätzliche Anziehungskraft entfaltet hat?

Hirschaus Bürgermeister Hermann Falk ist anlässlich von zehn Jahren Monte Coaster "froh, dass sich der Skiclub damals getraut hat", diese Investition zu tätigen. Rund zwei Millionen kosteten der Lift-Umbau, die neuen Gebäude und die Rodelbahn. Letztere habe die Firma, die sie installiert habe, ganz schön ins Schwitzen gebracht, blickt Falk zurück: Nicht ganz einfach, so ein Schienensystem in einem Sandberg zu verankern. 46 Betonstützen und 156 Stahlseile waren dafür nötig.

Zum Geburtstag darf man sich etwas wünschen. Wolfgang Schwarz fällt da sofort etwas ein: "Ich hätte gern noch eine Zipline vom Berg runter" - eine Seilrutsche, in die man sich mit speziellen Gurt-/Rollensystemen einklinken und nach unten gleiten kann. Aber das sei eine Geldfrage. Wie auch andere mögliche Erweiterungen des Freizeitparks. Ideen dafür hätten Schwarz und Falk schon. Zumindest eine davon ist nicht ganz utopisch: Die Stadt überlegt, weitere Wohnmobilheime für den Campingplatz anzuschaffen. Eine Art kleines Ferienhaus, das von Gästen gemietet werden kann. Ein paar davon gibt es schon, die Nachfrage sei groß. Und dann ist da noch das Hüttendorf im Sandberg. Aber das ist momentan tatsächlich nur so eine spinnerte Idee.

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