Hirschau
27.11.2019 - 14:39 Uhr

Hirschauer Hoserer präsentieren Rassekaninchen

1930 schlug im Gasthaus Goldenes Lamm die Geburtsstunde des Kaninchenzuchtvereins B 747. Seit 14 Jahren führt Georg Maier den Hirschauer Verein und organisiert alljährlich die Kaninchen-Lokalschau, heuer am 30. November/1. Dezember.

Die Hirschauer Hoserer sind gespannt, welches ihrer Kaninchen von den Preisrichtern dieses Jahr als bester Rammler ausgezeichnet wird. Im Vorjahr war dies Alex Hollederers (l.) Alaska. Rechts im Bild: Vorstand Georg Maier. Bild: u
Die Hirschauer Hoserer sind gespannt, welches ihrer Kaninchen von den Preisrichtern dieses Jahr als bester Rammler ausgezeichnet wird. Im Vorjahr war dies Alex Hollederers (l.) Alaska. Rechts im Bild: Vorstand Georg Maier.

Das ganze Jahr hindurch gehen die Hirschauer Kaninchenzüchter ihrem arbeitsintensiven Hobby ganz im Stillen nach. Einmal im Jahr – am ersten Adventswochenende - treten Georg Maier und seine Hoserer an die Öffentlichkeit und präsentieren der Bevölkerung die Ergebnisse ihrer Züchterarbeit bei einer großen Kaninchen-Lokalschau. Die Veranstaltung hat eine lange Tradition. Während des Zweiten Weltkriegs sind zwar die Protokollbücher des Vereins verloren gegangen. Überliefert ist jedoch, dass die Kaninchenzüchter - mit Ausnahme der Kriegsjahre - regelmäßig mit Lokalschauen an die Öffentlichkeit getreten sind, um so auf die Rassekaninchenzucht aufmerksam zu machen. Dabei mussten, so die Chronik, manche Schwierigkeiten überwunden werden. So wurde 1958 ein Haltungsverbot von Kaninchen in den Nebengebäuden der Kreishäuser ausgesprochen. Dem damaligen Vorsitzenden Johann Rauch gelang es aber nach Rücksprache mit dem Landratsamt, dass im März 1959 das Halten von Kaninchen außerhalb der Wohnungen wieder erlaubt wurde. Auch Schreiben des Landesverbands über das Ausbrechen von Krankheiten verhinderten nicht diese Schauen. Am 5. Dezember 1966 wurde in Hirschau erstmals nach dem Krieg eine Kreisschau ausgerichtet.

Zwischenzeitlich ist es gute Tradition geworden, dass die Kaninchen-Lokalschau parallel zum Hirschauer Weihnachtsmarkt stattfindet. Als idealer Veranstaltungsort hat sich der nicht weit vom Marktgeschehen entfernte ehemalige städtische Bauhof in der Hirschengasse erwiesen. Dort eröffnet der Schirmherr und Bürgermeister Hermann Falk die Ausstellung am Samstag, 30. November, um 14.30 Uhr. Dann sind im alten Bauhof am Samstag bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr rund 70 zu sechs verschiedenen Rassen gehörende Rassekaninchen zu bewundern, angefangen vom Burgunder bis zum Deutschen Riesen grau. Blaue Wiener und Große Chinchilla sind ebenso zu sehen wie Farbenzwerge weißgrannenfarbig schwarz und Alaska-Exemplare.

Bewertet werden die Tiere bereits am Freitagnachmittag von den beiden Oberpfälzer Preisrichtern Erich Wölk (Neumarkt) und Markus Grillenbeck (Berching). Zu den Kriterien gehören Gewicht, Körperform sowie Fellhaar und Pflegezustand. Man darf gespannt sein, welches der Kaninchen die Jury zum besten Rammler und zur besten Häsin kürt. Die Preisverleihung für die Vereinsmeister und Pokalsieger nimmt Bürgermeister Falk vor, ebenso verleiht er die Ehrenpreise des Landes-, Bezirks- und Kreisverbands. Die Bevölkerung ist an beiden Tagen zum Ausstellungsbesuch eingeladen.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.