24.02.2020 - 10:22 Uhr
HirschauOberpfalz

Hirschauer Kinder im Faschingskostüm beim Familiengottesdienst

In der Kirche ist nicht nur andächtiges Beten erlaubt. Man darf auch fröhlich sein und herzhaft lachen. Diese Erfahrung machen alle Kinder, die zum Familiengottesdienst in die Pfarrkirche gekommen waren – im Faschingskostüm.

Erfolgreich verläuft die Suche des Clowns (Hans Fleischmann) nach der wahren und echten Freude beim von Pfarrer Johann Hofmann (hinten rechts) zelebrierten Familiengottesdienst. Dabei helfen ihm die maskiert zur Messe erschienenen Kinder und Gemeindereferentin Barbara Schlosser (hinten).
von Werner SchulzProfil

In seiner Einführung unterstrich Pfarrer Johann Hofmann, dass Fröhlichsein nicht nur Merkmale des Faschings sei. Vielmehr stehe das Lachen als Ausdruck herzlicher Freude im Mittelpunkt der Botschaft Jesu, der Frohen Botschaft. Bei der Messfeier wolle man sich Gedanken machen, was echte und wahre Freude sei. Von dieser sei in der heutigen Welt oft nur wenig zu spüren.

Als Gemeindereferentin Barbara Schlosser nach Lesung und Evangelium erklärte, dass die Freude im Fasching ein buntes Gesicht bekommt, tauchte im Kirchenschiff ein Clown (Hans Fleischmann) auf. Mit einer Taschenlampe suchte er zwischen den Bänken nach etwas, was er vorher bei Faschingsfeiern nicht gefunden hatte. Dort sei getanzt, gesungen und gelacht worden. Die maskierten Leute hätten auch Spaß und Freude gehabt. Er suche aber nach einer Freude, die auch nach dem Fasching noch da sei, wenn alle Kostüme wieder im Schrank hängen. „Ich suche eine Freude, die man immer hat, die mir gut tut. Auch im Alltag muss sie doch irgendwo zu finden sein.“

In der Tat konnten ihm die Kinder und einige Erwachsene bei der Suche helfen. Sie nannten ihm eine Reihe von Beispielen, wo im Alltag wahre Freude zu finden sei. Dazu gehörten ein Besuch bei jemandem, den man schon lange nicht mehr gesehen hatte genauso wie das gemeinsame Verbringen von Zeit mit der Familie und Freunden oder empfangenes Lob und gespendeter Trost. Barbara Schlossers Fazit: „Immer dann, wenn wir für andere da sind, etwas für andere tun, wenn wir Gemeinschaft erfahren, wenn wir im Gebet und Gottesdienst bei Jesus sein dürfen – dann spüren wir die Freude, die bleibt, auch wenn der Fasching und die große Gaudi vorüber sind.“

Nicht Pfarrer Hofmann, sondern der Clown sprach das Schlusswort am Ende der Messfeier: „Endlich habe ich gefunden, wonach ich gesucht habe. Ihr habt mir gezeigt, wo und wie ich echte Freude finden kann. Mir hat es gut bei euch gefallen. Die schönen Lieder, die schönen Gebete und die große Gemeinschaft haben bei mir echte Freude ausgelöst. Dafür sage ich euch Dank und Helau.“ Nach dem Gottesdienst konnten Kinder und Erwachsene die Gemeinschaft beim Kirchenkaffee weiter genießen, zu dem die Mitglieder auf den Bischof-Bösl-Platz einluden.

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