Der Jubilar ist Altbürgermeister, Kreis- und Stadtrat a.D. sowie eine Persönlichkeit, die sich mit enormer Tatkraft, vorbildlichem Gemeinsinn und sichtbarem Erfolg für seine "Wahl-Heimatstadt" engagiert und Verdienste um sie erworben hat.
Anders als bei seinen Amtsvorgängern Mathias Amann, Georg Lederer, Willi Bösl und Helmut Rösch stand seine Wiege nicht in Hirschau, sondern im niederbayerischen Geraszell. Am 17. April 1949 wurde er als erstes von fünf Kindern der Landwirts-Eheleute Johann und Maria Drexler geboren. Nach vier Jahren Volksschule trat er in das Humanistische Gymnasium und Bischöfliche Knabenseminar in Straubing über, entschied sich dann für eine Maschinenbauerlehre. Er besuchte die Berufsaufbauschule in Straubing, bevor er Dienst beim BGS in Schwandorf tat. Nachdem dem Abitur an der FOS in Straubing schloss er sein Verfahrenstechnik-Studium in Nürnberg als Diplom-Ingenieur ((FH) ab. Sein Beruf verschlug ihn und seine Frau Burgi 1976 nach Hirschau zur AKW-Kick GmbH. Dort stieg er 1983 zum Produktionsleiter auf - eine Position, die er bis zum Wechsel auf den Rathaus-Chefsessel innehatte.
Schon in jungen Jahren war Drexler in seiner Heimat ehrenamtlich aktiv. Er war Vorstand bei der KLJB, spielte dort Theater, war auch Schützenmeister beim von ihm gegründeten Verein Grüne Au. In Hirschau setzte er sein Engagement nahtlos fort, organisierte 1976 den Skimarathon des SC Monte Kaolino. Lang ist die Liste seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten: Diana-Schützenmeister, Vorstand der LBV-Ortsgruppe, des TuS/WE und der Sportpark GdbR, Vize-Vorsitzender des CSU-Ortsverbands sowie von Africa Luz. Außerdem ist er Gründer und bis heute Mitglied D'Watzndorfer, Mitglied der Ehenfelder Sänger und der Hirschauer Wirtshausmusi.
Ohne Drexler und dem von ihm gegründeten Festspielverein gäbe es weder Hirschauer Stückl-Festspiele noch Steingutausstellungen. Seit 2013 beteiligt sich der Verein an der Kirwa-Ausrichtung. 2000 hatte Drexler großen Anteil an der Wiederbelebung der Hirschauer Kirwa. Zu Recht gilt er als Vater des Sportparks. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Fest steht: Überall, wo es Arbeit gab und gibt, war und ist Hans Drexler dabei.
Die Hirschauer belohnten sein beispielgebendes Engagement. Sie wählten ihn 2002 zu ihrem Stadtoberhaupt. Dass sie mit seiner Arbeit mehr als zufrieden waren, zeigte das Ergebnis von 71,1 Prozent bei seiner Wiederwahl 2008. In der Tat prägte Drexler in seiner zwölfjährigen Amtszeit das Stadtleben und hinterließ Spuren. Das gilt auch für den Bau des Freizeitparks Monte Kaolino. Die Altstadtsanierung wurde unter seiner Regie gestartet. Er entwickelte Konzepte zur Einsparung und Nutzung regenerativer Energien, baute Bürgersonnenkraftwerke auf städtische Dächer und begann den Bau der Fernwärmenetze. Es entstanden die Baugebiete am Salvatorweg und am Kahlhof. Zur Sicherheit der Wasserversorgung wurde der Tiefbrunnen 4 erschlossen. Auch in den Ortsteilen findet sich seine Handschrift wieder: Dorferneuerung Ehenfeld, Ehenbach-Renaturierung, Kanalbau in Steiningloh, Krondorf und Burgstall, Anschluss Krickelsdorfs an die Kläranlage Hirschau und der Bau des Gemeinschaftshauses in Steiningloh.
Der Stadtrat verlieh Hans Drexler in einer Sondersitzung im November 2015 die Ehrenbezeichnung "Altbürgermeister". Sein Nachfolger Hermann Falk sagte: "Hans Drexler war immer ein Mann der Mitte. Er wollte nie im Rampenlicht stehen, sondern immer einfach anpacken und tun, was zu tun ist." Dass der Jubilar diesem Motto bis heute treu geblieben ist, davon kann man sich jeden Tag überzeugen - man braucht nur einmal auf einen Sprung im Festspiel- Areal beim Schloss vorbeischauen.















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