Einrichtungsleiterin Christa Bauer und ihr Erzieherinnenteam hatten gemeinsam mit den Kindern Sachbücher gewälzt, um Meister Stachelpelz genauer kennenzulernen. Igellieder wurden gesungen und natürlich wurde der stachelige Kollege auch gebastelt. Schnell waren klein und groß einig: Wir wollen ein Igelhaus im Außenbereich des Kindergartens aufstellen. Helfen konnte da Roland Maier, der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins. Mit ihm hatte man bereits im Oktober bei der Apfelsaftaktion Kontakte geknüpft. Von ihm wusste man, dass er in Sachen Igel und Igelhaus ein absoluter Fachmann ist. Im Rahmen des Ferienprogramms hatte er im August mit 19 Kindern Igelhäuser gebaut. Eines davon brachte er in den Kindergarten mit. Es war aus Holz, hatte zwei Kammern, keinen Boden, nur zwei Steine dienten als Abgrenzung zum Erdboden und es hatte ein wasserfestes Dach. Besonders schön fanden die Kinder den Aufkleber des Vereins. Dies sähe aus, wie eine Hausnummer mit Namensschild, bemerkten sie.
Der Gast erzählte den Kindern viele interessante Dinge über den stacheligen Zeitgenossen, erklärte ihnen z.B., dass Maschendrahtzäune für sie sehr gefährlich sind. Die Igel würden sich mit dem Kopf hineinzwängen, könnten aber wegen ihrer Stacheln nicht zurück. Die Kinder erfuhren, wo der Igel sich aufhält, welche Feinde er hat und wie er sich vor ihnen durch das Zusammenrollen zu einer Stachelkugel schützt, was er frisst und trinkt. Dabei wurde bewusst, dass der Igel ein sehr nützliches Säugetier ist. Klar wurde auch, dass der Igel sich ein Fettpolster anfressen muss, damit er die kalte Jahreszeit und seinen Winterschlaf halten kann.
Dann ging es hinaus in den Garten, um einen geeigneten Platz für das Igelhaus zu suchen. Es musste ein etwas ruhigerer Bereich sein. Außerdem sollte das Häuschen durch Sträucher vor dem Winterwetter etwas geschützt sein. Der Zufall wollte es, dass während der Suche Schneeflocken vom Himmel rieselten. Endlich war das richtige Plätzchen gefunden! Roland Maier stellte das Häuschen auf die Steine und befüllte es mit Holzwolle und Stroh, damit es der Igel schön warm im Winter hat. Dann wurden noch Blätter um das Häuschen angehäuft um es noch etwas besser zu verstecken. Jedes Kind durfte noch einmal ins Häuschen gucken. Seitdem heißt es abwarten. Die Kinder werden wohl erst im Frühjahr erfahren, ob wirklich ein Igel in der Außenanlage des Marien-Kindergartens/Haus des Kindes seinen Winterschlaf abgehalten hat.













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