Hirschau
Update 10.06.2018 - 14:01 Uhr

Jura-Gartenfest: Wenn Inklusion richtig Spaß und Freude macht

Heute ist das Wort Inklusion in aller Munde. Als Walter Widder 1990 das Jura-Gartenfest ins Leben rief, konnten die Wenigsten damit etwas anfangen. Jetzt war es im voll besetzten Josefshaus-Biergarten wieder gelebte Realität.

Voll besetzt war der Biergarten des Josefshauses beim 29. Jura-Gartenfest. Darüber freuten sich (von links): Jura-Werkstätten-Geschäftsführer Bernhard Albrecht, stellvertretender Lebenshilfe-Vorsitzender Bernhard Vahle, Bürgermeister und Schirmherr Hermann Falk, Fest-Organisator Uli Günter und Fest-Begründer Walter Widder. u
Voll besetzt war der Biergarten des Josefshauses beim 29. Jura-Gartenfest. Darüber freuten sich (von links): Jura-Werkstätten-Geschäftsführer Bernhard Albrecht, stellvertretender Lebenshilfe-Vorsitzender Bernhard Vahle, Bürgermeister und Schirmherr Hermann Falk, Fest-Organisator Uli Günter und Fest-Begründer Walter Widder.

(u) Zum 29. Mal hatten Menschen mit und ohne Behinderung bis in den Abend hinein Spaß und Freude am gemeinsamen Feiern. Herrliches Sommerwetter, ein unterhaltsames Beiprogramm, beste Bewirtung, eine Tombola und ein großer Besucherandrang - das waren die Markenzeichen des Festes, für das Bürgermeister Hermann Falk die Schirmherrschaft übernommen hatte. Er griff das Festmotto "Miteinander - Füreinander" auf. Das Motto habe an Fronleichnam für viele Hirschauer beim Beseitigen der Unwetterschäden gegolten.

Von ihm ließen sich auch Festorganisator Uli Günter und die Mitglieder der Vereine leiten, die sich beim Fest engagierten. Dafür gelte es ihnen Dank zu sagen. Den Dankesworten stimmte der stellvertretende Lebenshilfe-Vorsitzende Bernhard Vahle zu. Das Fest sei einzigartig in der Region. Dank der Spenden habe man schon viele Anschaffungen tätigen können.

Jede Menge Helfer

Uli Günter freute sich über die Unterstützung der Helfer aus den Reihen des Anglervereins, der CSU-Frauen-Union, der Dorfgemeinschaft Ehenfeld, des Festspielvereins, des Gesangvereins, des Heimat- und Trachtenvereins, der IG Bergbau-Chemie-Energie, der Kolping-Theatergruppe, des Musikzugs, des TTC Kolping und des TuS/WE. Sie packten seit Jahren mit an. Neu im Helferkreis seien der Schwimmverein und die Schnaittenbacher SPD-Frauen. Erstmals mit von der Partie war auch das Wellness-Zentrum ShapeUp, das den Besuchern an zwei Infoständen die Möglichkeit bot, die eigene Fitness zu testen.

Den Reden folgte eine fetzige Tanzeinlage der Lebenshilfe-Tanzgruppe unter Leitung von Julia Stang. Dann übernahm die von Miriam Kotz geleitete "Jura-Goes-Music-Band" das Kommando. Die siebenköpfige Gruppe, zusammengesetzt aus Musikern mit und ohne Behinderung, erntete viel Applaus für die deutsche Version von Bill Withers "Lean on me", John Denvers "Country Road", "An Tagen wie diesen" von den "Toten Hosen" und Andreas Bouranis WM-Song "Ein Hoch auf uns".

Genau dieses Motto hatte Regina Merkls Kinder- und Jugendgarde - die bevorstehende WM in Russland im Hinterkopf - für ihren Showauftritt ausgewählt. Die Mädchen präsentierten in den Trikots der deutschen Nationalmannschaft und mit schwarz-rot-goldenem Kopfschmuck im Haar eine fulminante Tanzdemonstration zu Sportsongs wie "Es lebe der Sport", "Das Ding muss rein" oder"Schwarz und Weiß". Donnernder Applaus war dafür der verdiente Lohn.

Rund um Plastikbecher

Solchen erntete danach auch das von Sophia Hofmann dirigierte Musikzug-Jugendorchester. Es begeisterte mit dem "Holiday Rock", dem Stück "Circle of Life", "Shut up and dance" und dem "Cup-Song", bei dem Johannes Riß als Plastikbecher-Dreher glänzte. Die hartnäckigen Zugabe-Forderungen des Publikums erfüllte das Orchester mit dem "Radetzky-Marsch". Perfekt abgerundet wurde das Musikprogramm von Franz Hirmer und seiner Band. Die von ihm, Peter Langer und Horst Bauer dargebotenen Hits, Evergreens und Gospels waren ganz nach dem Geschmack der Besucher. Dass den Kindern nicht langweilig wurde, dafür sorgten Reinhard Weber und sein Spielstraßen-Team sowie Julia Stang mit ihrem Schminkstand. Auch die von Brunhilde Fehlner organisierte Tombola erwies sich als Volltreffer.

Nach den kurzen Reden eröffnete die Lebenshilfe-Tanzgruppe unter Leitung von Julia Stang mit einem fetzigen Tanz das Unterhaltungsprogramm des 29. Jura-Gartenfestes. u
Nach den kurzen Reden eröffnete die Lebenshilfe-Tanzgruppe unter Leitung von Julia Stang mit einem fetzigen Tanz das Unterhaltungsprogramm des 29. Jura-Gartenfestes.
Dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Musik machen können, bewies die „Jura-Goes-Music-Band“. Vorne (von links): Michael Fruth, Claudia Hellerbrand und Silke Kraus, hinten (von links): Alexander Morlang, Fest-Organisator Uli Günter, Thomas Walt und Miriam Kotz. u
Dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Musik machen können, bewies die „Jura-Goes-Music-Band“. Vorne (von links): Michael Fruth, Claudia Hellerbrand und Silke Kraus, hinten (von links): Alexander Morlang, Fest-Organisator Uli Günter, Thomas Walt und Miriam Kotz.
Passend zur bevorstehenden Fußball-WM traten die Mädchen der Kinder- und Jugendgarde im Trikot der Fußball-Nationalmannschaft auf und präsentierten unter dem Motto „Ein Hoch auf uns“ eine fulminante Tanzdemonstration zu Sportsongs wie „Es lebe der Sport“, „Das Ding muss rein“, „Schwarz und Weiß“ oder den Queen-Top-Hit „We are the champions“. u
Passend zur bevorstehenden Fußball-WM traten die Mädchen der Kinder- und Jugendgarde im Trikot der Fußball-Nationalmannschaft auf und präsentierten unter dem Motto „Ein Hoch auf uns“ eine fulminante Tanzdemonstration zu Sportsongs wie „Es lebe der Sport“, „Das Ding muss rein“, „Schwarz und Weiß“ oder den Queen-Top-Hit „We are the champions“.
 
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