Der kommt laut Susanne Dobmeyer aus drei an das Wohngebiet angrenzenden Maisfeldern. Die Anwohnerin erzählt, dass die Felder alle in einen Graben münden, der nicht für diese Mengen an Wasser ausgelegt ist. Die Stadt habe nach den starken Regenfällen an Fronleichnam zwar reagiert und den Graben am vorigen Freitag ausgebaggert. Doch bei dem erneuten Starkregen am Montag zeigte sich, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend waren.
Zweimal musste die Feuerwehr am Montag bei Familie Dobmeyer anrücken - am Nachmittag und noch einmal am Abend. Mit Sandsäcken und provisorischen Barrieren versuchten die Anwohner außerdem dem Wasser Einhalt zu gebieten. Zwecklos: Zehn Zentimeter Schlamm sammelte sich im Untergeschoss an, an Fronleichnam waren es etwa 40 Zentimeter. Bei Nachbar Norbert Duschner stand das Wasser an Fronleichnam gleich einen Meter hoch im Keller. Heizung und Estrich: schwer beschädigt.
Wie den Familien in der Heidenau erging es auch vielen anderen Hausbesitzern in Hirschau und dem Landkreis Amberg-Sulzbach. Am Dienstag wurden in den Problemgebieten in Hirschau Gräben bereinigt, Kanäle durchgespült und Fangkörbe gesäubert, berichtet Bürgermeister Hermann Falk. Dobmeyer hätte sich am Montag und auch im Vorfeld jedoch mehr Unterstützung gewünscht. "Wir wollen unser Bestmögliches tun", sagt Falk. Vor allem weil in Zukunft wohl noch häufiger mit derartigen Unwettern zu rechnen sei, sollen unter anderem auch Wege umgestaltet werden, die sich momentan zu den Häusern hinneigen.
Doch auch Falk sieht das größte Problem in den Maisfeldern, weil "die den Humus nicht halten". Hier sieht er seine Möglichkeiten jedoch begrenzt: "Wir können den Landwirten auf ihrem eigenen Grund und Boden nichts vorschreiben." Das müsse auf freiwilliger Basis geschehen. Auf jeden Fall aber sollen Gespräche mit den Bauern und dem Landwirtschaftsamt stattfinden. "Wir wollen uns zusammensetzen."
Einen der Landwirte, welche die Maisfelder an der Heidenau bestellen, hat Susanne Dobmeyer am Montag dort angetroffen. "Er war genauso hilflos wie wir." Der Bauer sei bereit, Reihen seines Feldes umzugestalten, erzählt Dobmeyer. Auch für ihn stellen die Überschwemmungen ein Problem dar. "Ihm wird dort ja der ganze Mutterboden abgetragen."
Gewitterfront über dem Landkreis
Eine starke Gewitterfront war am Montagnachmittag über der nördlichen Oberpfalz. Dabei ging auch im Landkreis vereinzelt Hagel nieder. Am Abend zog dann erneut ein Sturm mit Starkregen auf. Umgestürzte Bäume, überschwemmte Straßen, vollgelaufene Keller und aufgeschwemmte Gullideckel waren die Folge. Im Bereich Ursensollen schlug ein Blitz in ein Trafohäuschen ein. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz meldet, wurden aber keine Personen verletzt. (wih)


















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