13.12.2018 - 15:42 Uhr
HirschauOberpfalz

Knappe Million für Vollausbau

2019 soll der Vollausbau der Moosweiherstraße erfolgen. Darin ist sich der Hirschauer Stadtrat einig. Zudem steigt die Stadt ins Breitbandförderverfahren für den Ortsteil Kindlas ein.

von Gerhard FleischmannProfil

Den Ausbau der Moosweiherstraße hatte schon der Bauausschuss befürwortet. Jetzt lag eine genauere Kostenschätzung vor, die Thomas Dotzler vom Bauamt erläuterte. Galten im Mai noch 640 000 Euro, damals ohne Nebenkosten, so liegt die Schätzung aktuell bei Gesamtkosten von 970 000 Euro. Als Kostentreiber erwies sich die Entsorgung der Hochofenschlacke unter der Teerschicht.

Dazu kommen etwa 40 000 Euro für die Einbringung des Speedpipesystems, um einem erneuten Aufgraben durch die Telekom vorzubeugen. Diese Kosten finanziert die Stadt vor in der Hoffnung, sie von der Telekom, wenn diese das System nutzen möchte, wieder zu bekommen. Den Eigenausbau lehnt die Telekom derzeit wegen fehlender Wirtschaftlichkeit ab. Nun werden Leerrohre gelegt, um später ohne Schäden an der Oberdecke verkabeln zu können. Erneuert wird die Wasserleitung, Teile des Kanals werden ausgewechselt, die Straße wird voll saniert.

Im Stadtrat hieß es dazu, läuft alles gut, sprich die Firmen haben freie Kapazitäten zu akzeptablen Preisen, soll das Projekt in drei oder vier Abschnitten bis Ende 2019 fertig werden. Vorab werden die Anlieger zu einem Infoabend eingeladen, da es speziell zur Sanierung der Wasserleitung zu überlegen gilt, ob nicht auch die Hausanschlüsse durch die Besitzer erneuert werden sollten.

Seitens der Breitbandberatung Bayern stellte Sebastian Krysa dem Gremium den Stand des Breitbandausbaus im Stadtgebiet vor. 2010 seien lediglich sechs Prozent der Anschlüsse mit über 30 MegaBit pro Sekunde versorgt gewesen, dem bayernweit geltenden Mindestziel. 2015 waren es 77 und derzeit liege man bei 91 Prozent.

Nach Abschluss der aktuellen Ausbauprojekte Ende 2019 sei ein Versorgungsgrad von 99 Prozent angepeilt (bei 87 Prozent über 90 MBit/s). Das gelinge aber nur, wenn der Kunde einen entsprechenden Tarif abgeschlossen habe und der Router die entsprechende Messzahl verarbeiten könne. Ansprechpartner sei der jeweilige Netzbetreiber, so Krysa.

Unterversorgt sei dann noch Kindlas. Trotz des Ausbaus durch die Firma Jobst-DSL würden hier lediglich fünf MBits/s erreicht. Der Stadtrat sprach sich deshalb einstimmig dafür aus, wieder ins Förderverfahren einzusteigen.

Ein Förderprogramm für Glasfaseranschlüsse liegt derzeit für Schulen auf. Der Staat finanziert Anschlüsse mit 90 Prozent der Kosten bis zu 50 000 Euro pro Schule. Da in Ehenfeld noch kein Glasfaserkabel liegt, könnte dort der Betrag eventuell nicht reichen. Deshalb will der Stadtrat zwar die Mittel beantragen, aber sich vorbehalten, bei zu hohen Kosten die Ausschreibung abzubrechen.

Zahlreiche Themen wurden unter Verschiedenes angesprochen. Die nicht funktionierende Beleuchtung beim öffentlichen Parkplatz an der Georg-Schiffer Straße wird demnächst repariert erfuhr Christian Gnan (CSU). Rudolf Wild wünschte sich, dass die Stadt am Tag des Ehrenamts, all jenen hervorhebe und ihnen danke, die für das Gemeinwesen aktiv seien. Das geschehe laut Bürgermeister Hermann Falk bei Vereinsversammlungen und wenn jemand ein Amt übernehme. 3. Bürgermeister Peter Leitsoni brachte Punkte vor, auf die er nach der Bürgerversammlung angesprochen worden war: Das Zuparken des Gehsteigs bei der Kirche gegenüber der Eisdiele sei ein Ärgernis, Rollstühle müssten auf die Fahrbahn wechseln.

Bemängelt wird auch, so Leitsoni, dass die Verkehrsüberwachung gerade zu Zeiten mit viel Betrieb in der Stadt nur selten zu sehen sei. Falk erwiderte, die Überwachung finde unangemeldet auch an Samstagen statt. Unübersichtlich sei die Situation an der Einmündung am Apothekereck - besonders dann, wenn der Linienbus abbiege. Entschärfen könnte man vielleicht, wenn der Parkplatz in der Georg-Schiffer Straße nahe der Einmündung wegfiele. Tobias Meindl (FW) meinte Hindernisse wirkten immer auch verkehrsberuhigend, er sah keinen Handlungsbedarf.

2. Bürgermeister Josef Birner schlug vor den Christbaum am Marktplatz durch eine Krippe mit lebensgroßen Figuren zu ergänzen.

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