06.10.2020 - 09:05 Uhr
HirschauOberpfalz

Neidaffer Plattlclub bringt Leben ins Hirschauer Seniorenheim St. Barbara

Auf Einladung des Förderkreises Altenhilfe gastieren die Burschen vom Neidaffer Plattlclub in der Gartenanlage des BRK-Seniorenheims St. Barbara. Für ihre teils akrobatischen Darbietungen bekommen sie tosenden Beifall, etwa als der Jackl den Kordl (links) und der Hias den Dammer (rechts) zu „Hulapalu“ von Andreas Gabalier (gemimt vom Beda, kariertes Hemd) durch die Luft kreisen lässt. Mit im Bild Moderator Fonse (rotes Shirt mit Mikrofon).
von Werner SchulzProfil

Seit April zwang Covid-19 die Bewohner des Hirschauer BRK-Seniorenheims St. Barbara zum Verzicht auf gesellige Veranstaltungen. Doch nun war Schluss mit der Zwangspause. Im Heimgarten ging es richtig rund mit dem Neidaffer Plattlclub. Man kennt die strammen Burschen aus Neudorf bei Luhe-Wildenau von diversen Fernsehauftritten, etwa von Dieter Bohlens RTL-Show Super-Talent. Gerontotherapeutin Anita Dobmeier hieß sie willkommen. Mit ihrem Auftritt kehre nach einem halben Jahr erstmals wieder Leben im Heim ein. Die Senioren hätten wegen der Corona-Pandemie, von der das Heim stark betroffen gewesen sei, schmerzliche Einschränkungen verkraften müssen. Dankesworte fand sie für Werner Schulz, den Vorsitzenden des Förderkreises Altenhilfe. Von ihm stamme die Idee, die Neidaffer Plattler einzuladen, verbunden mit der Zusage, dass der Förderkreis deren Gage übernimmt. Schulz verteilte gleich Vorschusslorbeeren an die Plattler-Gruppe, die er mehrfach bei begeisternden Auftritten bei der Burgstaller Kirwa erlebt habe. Er hoffte, dass gemeinsame Veranstaltungen wieder zur Regel im Heimbetrieb werden könnten. Diesem Wunsch schloss sich der Fonse alias Tobias Hero, der Gründer und Chef des Plattlclubs, an. Dann legten sie los mit ihren temperamentvollen, teils artistischen Darbietungen – der Fonse, der Jackl, der Kordl, der Beda, der Vitus, der Dammer und der Hias. Den Anfang machte ein traditionelles Stück, der „Linzer Bua“, ehe Hubert von Goiserns „Brenna dat’s guat“ folgte. Das Publikum klatschte eifrig mit, auch bei Ben Zuckers „Was für eine geile Zeit“. Szenenapplaus gab es für die Fliegereinlage, als der Jackl den Kordl und der Hias den Dammer zu Andreas Gabaliers „Hulapalu“ durch die Luft wirbelte. Den Beda als Gabalier-Imitator hätte man glatt für das Original halten können. Der Dank für die atemberaubenden Vorführungen war tosender Applaus der rund um die Tanzfläche im Heimgarten versammelten Senioren. Ein Teil der Bewohner verfolgte die Plattl-Show von den Balkonen aus. Das Heimpersonal trug dafür Sorge, dass die Abstandsregeln und Hygienevorschriften eingehalten wurden. Rundum war zu hören: „Des woar heit schöi. Hoffentlich kumma döi amal wieda.“ Dem pflichtete Zweite Bürgermeisterin Bärbel Birner, die Mitglied des Förderkreisvorstands ist, bei.

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