27.09.2020 - 13:36 Uhr
HirschauOberpfalz

Photovoltaikanlage bei Ehenfeld geplant

Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Bauausschuss des Hirschauer Stadtrats abzuarbeiten. Nicht nur im Bereich Kricklhof ist eine Photovoltaikanlage angedacht, jetzt gibt es auch eine Idee dazu im Bereich Ehenfeld/Kindlas.

Der Bauausschuss (rechts Bürgermeister Hermann Falk) überzeugte sich vom guten Baufortschritt in der Postgasse. Die Pflasterung hat begonnen, heuer soll die Maßnahme zumindest großenteils beendet werden.
von Gerhard FleischmannProfil

Stefan Trummer von der Firma Voltgrün aus Regensburg stellte die Planung für die neue Photovoltaikanlage vor. Zwischen Ehenfeld und Kindlas gebe es ein sehr gut geeignetes landwirtschaftliches Grundstück in Südhanglage im benachteiligten Bereich, das kaum einsehbar sei und deshalb auch kaum Blendwirkung erzeuge.

Von 8,5 Hektar könnten 7,2 Hektar mit Modulen bestückt werden, was etwa acht Megawatt jährliche Stromleistung ermögliche. Gestartet werden soll mit der halben Größe. Die Netzeinspeisung könnte in eine 20 Kilovoltleitung bei Kindlas oder der Hummelmühle erfolgen. Die Anlage werde komplett eingegrünt, der Boden werde nicht versiegelt, könne etwa für die Beweidung durch Schafe genutzt werden.

3,5 Prozent Zinsen im Jahr

Voraussetzung für den Bau sei ein gültiger Flächennutzungs- und Bebauungsplan unter kommunaler Planungshoheit, die auflaufende Gewerbesteuer bleibe am Ort. Die Finanzierung laufe zu 85 Prozent über zinsgünstige Bankdarlehen mit KFW-Förderung. Der Rest, die Eigenbeteiligung, etwa 600.000 Euro könnte auch über Bürgerdarlehen mit fünf bis 20 Jahren Laufzeit in Stückelungen von 5000 bis 20.000 Euro erbracht werden. Als fester Zinssatz seien 3,5 Prozent im Jahr angesetzt.

Liefen die Vorplanungen zügig und finde die Idee Zustimmung, könne 2021 gebaut werden. Die geschätzte Lebensdauer der Module liege derzeit bei 30 bis 40 Jahren. Ein späterer Rückbau werde mit einer Bürgschaft abgesichert. Bürgermeister Hermann Falk schlug vor, das Projekt in einer Infoveranstaltung vorzustellen, was so geschehen soll.

Im Juni wurde der Stadtrat über die geplante Photovoltaikanlage am Kricklhof informiert

Hirschau

Alle privaten Bauanträge und Anfragen wurden befürwortet und werden, soweit erforderlich, ans Landratsamt weitergeleitet. Zugestimmt wurde auch einer Anfrage der Stadt Amberg, die ein in ihrem Besitz befindliches Grundstück mit einem Weiher im Bereich Steiningloh/Urspring als Ausgleichsfläche nutzen möchte, soweit das für Baumaßnahmen im Stadtbereich erforderlich sei.

Zügig geht es in der Postgasse voran. Als Tragschicht für das Pflaster wurde auf dem Frostschutz eine wasserdurchlässige Grobasphaltmischung aufgebracht, die Absenkungen minimiert. Nach Ausfahrversuchen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen aus Grundstücken wurde die Platzierung von Bäumen und geplanten Pollern verändert und damit die Nutzung erleichtert.

Änderung bei Radweg nach Amberg

Das Hin und Her um den Radweg nach Amberg geht weiter. War zunächst geplant, heuer den Feldweg von Steiningloh nach Immenstetten in Angriff zu nehmen, so soll jetzt der 900 Meter lange Feldweg von der Abzweigung der Staatsstraße 2238 Richtung Krondorf bis zum Weiher bei Urspring ausgebaut werden.

Der Weg sei eigentlich gut befahrbar, stellte Wolfgang Bosser fest, ob man den unbedingt teeren müsse, halte er für fraglich. Als Breite einigte man sich dann schließlich doch auf drei Meter Asphalt und seitlich je 50 Zentimeter geschotterte Bankette, um auch landwirtschaftlichen Fahrzeugen zu entsprechen. Das bedeutet, dass sich Hirschau mit 12,5 Prozent an den Baukosten zu beteiligen hat. Das Stück weiter nach Steiningloh sei in Planung, informierte Bürgermeister Falk.

Fast 20 Jahre geplant

Hans-Jürgen Schönberger brachte die Situation auf den Punkt. Eine echte Verbesserung bringe der Ausbau dieses vorhandenen Abschnitts für die Radler zwar nicht. Man sollte dennoch nach fast 20-jähriger Planung die Chance für einen Start nutzen und auf zügigen Weiterbau drängen.

Wolfgang Bosser brachte die sehr grobe Aufschotterung eines gern genutzten Feldwegs bei den Egelseer Weiherwiesen unterhalb des Kalvarienbergs und des Weges, der hinter der Kahlhofsiedlung zum Wasserwerk führt, zur Sprache. Dieses grobkörnige Material mache Radfahrern und Fußgängern echte Probleme. Josef Luber wandte ein, die Stadt könne nicht jeden Feldweg als Radweg herrichten. Aber so beliebte wie die beiden genannten sollte man nicht so grob schottern, sah das Schönberger etwas anders. Die Stadt will Kontakt zum Jagdverband aufnehmen.

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