03.09.2018 - 15:24 Uhr
HirschauOberpfalz

Pirker Kreisel: Abstrampeln hilft anderen

Seit 2003 drehen Radler und Läufer alljährlich beim Pirker Kreisel ihre Runden. Trotz windig-kühlen Regenwetters gingen heuer 156 Teilnehmer an den Start. Sie ersportelten 4000 Euro für Africa Luz.

Trotz widriger Wetterbedingungen war der „16. Pirker Kreisel“ ein Erfolg. 156 Teilnehmer ersportelten dank der Sponsoren und einer Spende 4000 Euro. Den Scheck übergaben Kreisel-Gründer Josef Böller (Achter von rechts) und Stefan Schlögl (Siebter von rechts) an Professor Dieter Dausch (Fünfter von rechts), den Africa-Luz-Vorsitzenden.
von Werner SchulzProfil

Die Benefiz-Sportveranstaltung - vor 15 Jahren von sieben bierlaunigen Hirschauern ins Leben gerufen - stand wieder unter dem Motto "Fitness bringt Licht nach Nepal". Start und Ziel des 29,5 Kilometer langen Rundkurses war wie gewohnt bei der Firma Hydraulik Schlögl in Wernberg-Unterköblitz. Sie stellt ihr Werksgelände dafür seit 14 Jahren kostenlos zur Verfügung.

Der nahezu steigungsfreie, für alle Altersklassen zu bewältigende und gut ausgeschilderte Rundkurs führte von Unterköblitz über Grünau, Luhe am Forst, Oberwildenau, Sperlhammer, Rothenstadt, Pirk, Luhe-Wildenau und Oberköblitz zurück zum Ausgangspunkt. 152 der 156 Sportler bewältigten die Strecke per Fahrrad. Sie schafften zusammen 342 Runden und damit 10 089 Kilometer. Die Rollerski fahrenden Brüder Jacob und Elias Lauerer (je eine Runde) steuerten 59 Kilometer zur Gesamtstrecke von 10 207 Kilometern bei, Fußgänger Wolfgang Kredler und Inliner Uwe Voigt je 29,5 Kilometer. Für alle hatten am Morgen noch akzeptable äußere Bedingungen geherrscht. Ab etwa 14 Uhr machte der andauernde Nieselregen weitere Starts fast unmöglich. Nur einige Hartgesottene stiegen noch einmal in den Sattel.

Die größte Ausdauer bewiesen Hans Pfab und Günter Enderer mit je sieben Runden (je 206,5 Kilometer). Seit Einführung des Pirker Kreisels war Maria Scheffmann Jahr für Jahr die Starterin mit dem größten Stehvermögen. Sie fehlte urlaubsbedingt. In ihrer Abwesenheit erwiesen sich Julia Mändl, Anna Lena Epp, Irmgard Dolles, Manuela Richter und Christa Mattes mit jeweils vier Runden (118 Kilometer) als ausdauerndste Radlerinnen. Als älteste Teilnehmer gingen Herbert Herrmann, Ida Knietsch-Hammer und Marianne Stauber auf die Strecke, alle drei bereits 81 Jahre alt. 80 Jahre jünger ist die Jüngste im Feld, Valentina Haas - die Einjährige legte den Rundkurs allerdings im Fahrradanhänger zurück. Der siebenjährige Niklas Blaschke trat dagegen selber in die Pedale.

Am Ende bekam jeder ein von Africa Luz spendiertes Halstuch mit der Aufschrift "Pirker Kreisel". Die Firma Hydraulik Schlögl, das Augenlaser-Zentrum Amberg und die Bäckerei Brunner sowie weitere Sponsoren hatten die Veranstaltung unterstützt. Die Mitarbeiterinnen der Augenpraxis-Klinik und einige Hirschauer Frauen trugen mit dem Kuchenbüfett ebenfalls zum Erfolg bei. Sponsorengelder und der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee, Kuchen, Getränken, Wurst- und Käsesemmeln sowie Wiener Würstln ergaben eine Summe von 3150 Euro. Diese hat Jürgen Scheffmann, der wie seine Frau Maria urlaubsbedingt fehlte, mit einer 850-Euro-Spende auf 4000 Euro aufgestockt. Er hatte das Geld anlässlich seines 60. Geburtstag für Africa Luz gesammelt. Insgesamt haben die "Pirker Kreisler" nun 30 432 Euro für Africa Luz gespendet.

Prominentester Teilnehmer beim Pirker Kreisel: Extrem-Radfahrer Wolfgang Stöckl. Der einarmige Sportler ist schon von Rothenstadt bis zum Nordkap geradelt – 3424 Kilometer in 16 Tagen. Chef-Organisatorin Bärbel Birner (rechts) und Annemarie Brandl (Mitte) sind sich sicher, dass ihm das so schnell keiner nachmacht.

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