Ein Problem beschäftigte die Kleinen ganz besonders. Verliert ein Mensch nach einem Unfall oder einer Operation viel Blut, dann muss er sterben. Warum müssen aber Menschen, die Blut spenden, nicht sterben? Und wie geht das eigentlich, Blut spenden? Fragen über Fragen. Mit diesen konnten die Kinder Johannes Sellmeyer, den Leiter der Hirschauer BRK-Bereitschaft, und Ulrich Gerlach, den ehemaligen Wachleiter, löchern. Die Sanitäter ließen sich nicht lange bitten, folgten der Einladung der Kita-Leiterinnen Alexandra Birzer und Evelyn Högl und fuhren mit dem Rettungswagen vor.
Die beiden BRKler standen den Kleinen zu allen nur denkbaren Fragen Rede und Antwort. Sie erklärten etwa, warum Knochen brechen. Oder warum es weh tut, wenn man sich in den Finger schneidet, man aber beim Haareschneiden keine Schmerzen hat. Geklärt wurde auch, welche Organe der Mensch hat und wie eine Narkose aussieht. Höhepunkt war dann die Besichtigung des Rettungswagens und der darin vorhandenen Gerätschaften. Da durften die Kinder ihre Nasen in eine Sauerstoffmaske stecken, durch die 100-prozentiger medizinischer Sauerstoff strömte, und beim EKG den eigenen Herzschlag betrachten. Den Ausdruck durften sie mit nach Hause nehmen. Für die Krippenkinder war es eine Freude, mit der höhenverstellbaren Trage Aufzug zu fahren.
Nachdem Uli Gerlach die persönliche Ausrüstung der Sanitäter erklärt hatte, tauchte die Frage auf, wo diese sich umziehen. Nicht daheim, wie die Kinder dachten, sondern in der Rettungswache, die die Mädchen und Buben am nächsten Tag aufsuchten. Bei Daniel Reger, dem Leiter der Helfer vor Ort, machten sie sich mit Spritzen und Verbandmaterial vertraut. Schließlich führte der Weg in die Garage zu den Einsatzfahrzeugen. Dort erwartete die Kinder ein unvergessliches Erlebnis: Sie hörten den Funkverkehr für eine (fingierte) Einsatzmeldung mit, worauf bei den Fahrzeugen das Blaulicht aufblinkte und das Martinshorn losheulte.
Eindrucksvoller – für die Kinder wie ihre Erzieherinnen - hätten die zwei Tage mit neuen und interessanten Informationen gefüllten Tage mit den Sanitätern nicht enden können.
















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