26.06.2020 - 11:05 Uhr
HirschauOberpfalz

Rotes Kreuz hält am Notarzt-Standort Hirschau fest

Ist die notärztliche Versorgung nicht mehr sichergestellt? Steht gar der Notarzt-Standort Hirschau wieder zur Disposition? Im Hirschauer Rathaus gab es nun Antworten auf diese Fragen.

Klärungsgespräch im Rathaus von Hirschau (von links): BRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller, Hirschaus Bürgermeister Hermann Falk, Schnaittenbachs Bürgermeister Marcus Eichenmüller und der Geschäftsleiter des Zweckverbands, Stefan Nepp.
von Externer BeitragProfil

Auf Einladung der Bürgermeister von Hirschau und Schnaittenbach fand im Hirschauer Rathaus eine Besprechung zum Thema Notarztstandort Hirschau statt. Die Verantwortlichen wollten damit auf verschiedene Presseveröffentlichungen und Diskussionen in den jeweiligen Stadtratssitzungen reagieren, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Stadt Schnaittenbach, des BRK-Kreisverbandes Amberg-Sulzbach, des Zweckverbands für Rettungswesen und Feuerwehralarmierung sowie der Stadt Hirschau.

Wegen Corona-Pandemie

Bei den Diskussionen sei der Eindruck entstanden, dass die notärztliche Versorgung in Hirschau und Schnaittenbach nicht mehr sichergestellt werden könne. Der Geschäftsleiter des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, Stefan Neppl, schilderte die aktuelle Situation. Die ganze Diskussion sei der Covid-19-Krise geschuldet. Nachdem der Katastrophenfall ausgerufen wurde, habe man nach Lösungen gesucht, um das Klinikum St. Marien Amberg und das St.-Anna-Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg personell für den Ernstfall aufzustocken.

Da seit Dezember 2019 im wöchentlichen Wechsel die Besetzung des Notarztstandorts in Hirschau tagsüber durch das Klinikum St. Marien Amberg und das St.-Anna-Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg sichergestellt werde, habe man sich dazu entschieden, das Notarzteinsatzfahrzeug vorübergehend nicht mehr in Hirschau, sondern am jeweiligen diensthabenden Klinikum zu stationieren. Der Dienst für den Notarztstandort Hirschau habe nur sichergestellt werden können, indem das Notarzteinsatzfahrzeug befristet im jeweiligen Krankenhaus vorgehalten worden sei. Hierfür habe man die längere Anfahrtszeit in Kauf genommen, erklärte Neppl laut Presse-Info.

"Verlegung nicht geplant"

"Der Rettungsdienst konnte jederzeit sichergestellt werden, da der Krankenwagen mit Besatzung rund um die Uhr in Hirschau weiterhin einsatzbereit stand", heißt es weiter. Der Rettungshubschrauber sei ebenfalls verfügbar gewesen. Wenige Wochen später habe sich die Situation entspannt und eine Besetzung der Notarztdienste auf dem bisherigen Weg sei nun wieder möglich. "Bereits seit 18. Mai ist das Einsatzfahrzeug für den Notarztstandort Hirschau wieder direkt in Hirschau stationiert. Eine dauerhafte Aufgabe oder Verlegung des Standorts war nie und ist nicht geplant." Hätte man diese Schritte nicht durchgeführt, hätte man über eine komplette Schließung des Notarztstandorts nachdenken müssen, erläuterte Neppl. Aktuell sorge der Standort für eine hohe Versorgungsqualität in Hirschau und Schnaittenbach sowie das Umland, sodass eine Schließung des Notarztstandorts momentan nicht zur Diskussion stehe.

Bei dem Termin waren auch BRK-Kreisgeschäftsführer Sebastian Schaller und der stellvertretende Leiter Rettungsdienst, Markus Popp, anwesend. Die Rettungswache in Hirschau läuft unter Regie des BRK-Kreisverbands Amberg-Sulzbach. Der Kreisverband stimmte den Ausführungen von Stefan Neppl zu. Es habe keine Alternative zur vorübergehenden Verlegung des Notarzteinsatzfahrzeugs gegeben.

Diskussion um Notarzt-Standort Hirschau

Hirschau

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