03.06.2020 - 11:43 Uhr
HirschauOberpfalz

SPD fordert: Sicherstellung der notärztlichen Versorgung vor Ort in Hirschau und Schnaittenbach

Seit 01. Januar 2017 gibt es in Hirschau zusätzlich zur bisherigen BRK-Rettungswache einen Notarztstandort.

PD Dr. Andreas Redel, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin (links), und Marc Bigalke, der Ärztliche Leiter der Zentralen Notaufnahme.
von Autor SORProfil

Wie am 28.11.2019 der Amberger Zeitung zu entnehmen war ("Kliniken kooperieren für Hirschauer Notarzt-Standort"), wurde zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) und dem Klinikum St. Marien Amberg ein Vertrag geschlossen, mit dem Ziel, die "langfristige notärztliche Besetzung des Notarztstandorts Hirschau sicherzustellen".

Hirschau

Seit dem 1. Dezember 2019 sollte hierfür im wöchentlichen Wechsel die Besetzung des Standortes Hirschau, welcher auch die Stadt Schnaittenbach mit betreut, tagsüber an den Werktagen von 7 bis 19 Uhr durch das Klinikum St. Marien Amberg und das St. Anna Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg sichergestellt werden. Zu den geplanten Änderungen haben sich die SPD-Stadtratsfraktionen Hirschau und Schnaittenbach bereits im November 2019 vor Ort informiert.

Zwar wurde die werktägliche Besetzung im wöchentlichen Wechsel durch die beiden Kliniken realisiert und hat zu einer Entlastung am Notarztstandort Hirschau geführt, dennoch hat sich im Zuge der Corona-Pandemie die anfängliche Befürchtung, so Josef Birner, bewahrheitet, die abgestellten Notärzte könnten tagsüber nicht wie geplant im Kaolinrevier, sondern vielmehr in den jeweiligen Kliniken eingesetzt werden.

Seit dem 30.03.2020 werden das Notarzteinsatzfahrzeug und der Notarzt nicht mehr wie vereinbart an der BRK-Rettungswache Hirschau und den hierzu bereitgestellten Räumlichkeiten, sondern vielmehr an den Kliniken in Amberg und Sulzbach vorgehalten. Dies, so Josef Birner, führt neben einem erhöhten organisatorischen Aufwand zum Schichtwechsel an der BRK-Rettungswache Hirschau vor allem bei Notfällen, z.B. in den Pflegeeinrichtungen in Hirschau und Schnaittenbach, zu einem koordinatorischen Mehraufwand in der Integrierten Leitstelle Amberg und insbesondere zu einem deutlich längeren Anfahrtsweg.

So geht wertvolle Zeit verloren, im Ernstfall kann dies Leben kosten, befürchten die beiden SPD-Stadtratsfraktionen Hirschau und Schnaittenbach. Um die notärztliche Versorgung der Schnaittenbacher und Hirschauer Bevölkerung uneingeschränkt sicherzustellen, beantragen die beiden SPD-Stadtratsfraktionen daher, dass durch die beiden Städte Hirschau und Schnaittenbach umgehend beim Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Amberg darauf gedrungen wird, dass die Notärzte wieder am Standort Hirschau vor Ort ihren Dienst versehen, was auch den Menschen in Schnaittenbach zugute käme, so Uwe Bergmann.

In ihren Anträgen beantragen die beiden SPD-Stadtratsfraktionen, hierzu unverzüglich Gespräche mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Amberg aufzunehmen und den jeweiligen Stadtrat hierüber in der nächsten öffentlichen Stadtratssitzung zu informieren. Der östliche Landkreis, so Reinhold Strobl, dürfe hier nicht benachteiligt werden.

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