27.07.2020 - 11:37 Uhr
HirschauOberpfalz

Schule Hirschau verabschiedet engagierte Pädagogen in Ruhestand

Eigentlich ist es an der Hirschauer Schule gute Tradition, dass sich die ganze Schulfamilie zu einer Feier versammelt, wenn verdiente Lehrkräfte verabschiedet werden. Das Coronavirus sorgte dafür, dass dies heuer anders war.

Nach 43 Jahren, 25 davon an der Hirschauer Grundschule, wird Lehrer Alois Feyrer (rechts) in den Ruhestand verabschiedet. Rektorin Birgit Härtl bezeichnet ihn in ihrer Laudatio als „Musikfachmann der Schule“. Feyrer verabschiedet sich denn auch musikalisch. Er greift zum Akkordeon, Fachlehrerin Regina Rester-Achhammer (links) zur Trompete, die beiden lassen eine flotte Polka erklingen.
von Werner SchulzProfil

Wegen der Hygienevorschriften kamen nur das Lehrerkollegium, Rektor a. D. Hans Meindl und Konrektor a. D. Josef Schmaußer im Schulgarten zusammen, um Lehrer Alois Feyrer und Fachlehrerin Irmgard Luber alles Gute für ihren Ruhestand und Lehramtsanwärterin Judith Kalb für den Einsatz an ihrer neuen Schule zu wünschen. Zum Bedauern aller konnten weder Kinder noch Eltern teilnehmen.

Daher überbrachte Rektorin Birgit Härtl den Dank der Elternbeiratsvorsitzenden Jentry Meißner sowie deren Geschenke an die scheidenden Lehrkräfte. Ihre Ansprache machte deutlich, dass Alois Feyrer eine große Lücke hinterlässt. Er begann seinen Dienst 1977 in Sulzbach-Rosenberg. Nach Einsätzen in den Landkreisen Nürnberger Land und Neustadt/WN sowie in Vilseck kam er 1995 nach Hirschau, wo er 25 Jahre als Klassenleiter in den Jahrgangsstufen 1/2 und 3/4 eingesetzt war. Kein anderer aktueller Klassenlehrer kann so viele Dienstjahre an der Hirschauer Schule vorweisen. Außerdem war Feyrer der Lehrer, der am längsten eine Kombiklasse im Landkreis geführt hat. „Zehn Jahre sind Rekord“, stellte die Rektorin fest. Härtl nannte Alois Feyrer „den Musikfachmann der Schule, der diese lange Jahre nach innen wie nach außen geprägt hat“. Mit seinen Musikgruppen und dem Chor habe er das Schulleben bereichert, Schulfeiern und Gottesdienste umrahmt und das Musical „Der Regenbogenfisch“ aufgeführt. Außerhalb der Schule sei er mit den Kindern 15 Jahre lang beim Lebendigen Adventskalender aufgetreten und habe mehrfach bei der Eröffnung des Weihnachtsmarkts mitgewirkt. Mit den Solidaritätsläufen zugunsten Misereor und der Projekthilfe Dr. Luppa habe er das soziale Engagement der Kinder gefördert. Als jahrelanger Systembetreuer habe er die Digitalisierung der Schule maßgeblich mit vorangebracht, die Jahresberichte erstellt und so das Schulleben dokumentiert. Während der Corona-Zeit habe er beim Home Schooling erfolgreich Videounterricht praktiziert. Rektorin Härtl bezeichnete ihn als "stets höflichen, loyalen, bescheidenen und zuverlässigen Kollegen, auf den immer Verlass gewesen ist".

Fachlehrerin Irmgard Luber machte ihre ersten Schritte als Lehrerin an der Hirschauer Schule. Von 1984 bis 1988 war sie als mobile Reserve eingesetzt, von 1988 bis 1998 in Hahnbach tätig und kehrte nach einer Pause 2003 an die Hirschauer Schule zurück. An den Schulen in Hirschau und Ehenfeld gab sie im Fach EG Unterricht. "Sie war als Kollegin eine Bereicherung und dienstlich flexibel einsetzbar", bemerkte Härtl. Ihre Sprüche hätten oft für gute Laube im Kollegium gesorgt.

Beiden Ruheständlern dankte die Rektorin für ihr pädagogisches Engagement und überreichte Gutscheine. Für die scheidende Lehramtsanwärterin Judith Kalb gab es einen Blumenstrauß. Alois Feyrer verabschiedete sich musikalisch. Auf seinem Akkordeon ließ er zusammen mit Fachlehrerin Regina Rester-Achhammer (Trompete) eine flotte Polka erklingen. Förderlehrer Dieter Albrecht überraschte Alois Feyrer mit einem Film aus Bildern und Videos über seine „Golden and Glory Years“.

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.