11.10.2020 - 09:21 Uhr
HirschauOberpfalz

Seit Änderung der Ampelschaltung Fahrzeugrückstau auf B 14 in Hirschau

Seit gut einem Jahr sorgt die Neuregelung der Ampel-Schaltphasen für Staus auf der Bundesstraße 14 und für Unmut bei den Verkehrsteilnehmern. Der ungute Zustand beschäftigt einmal mehr Vorstand und Beirat der Gebietsverkehrswacht.

Seit Abschluss der B 14-Fahrbahnerneuerung und der Wiederinbetriebnahme der Ampelanlage im Herbst 2019 bildet sich täglich aus Richtung Schnaittenbach bei der Rot-Phase am Klinger-Eck in Hirschau ein Fahrzeugrückstau bis zur Einmündung Mühlstraße, ja sogar zur Einmündung der aus Kohlberg kommenden Staatsstraße. Ursache ist die Verdoppelung der Rot-Phase in Richtung Westen auf etwa 40 Sekunden.
von Werner SchulzProfil

Bevor sich das vom Vorsitzenden Hubert Ritz geleitete Gremium bei der Sitzung im Gasthof Kellerhäusl in Schnaittenbach mit dem leidigen Thema befasste, standen ein Rückblick auf die vergangenen Monate und die Planung künftiger Veranstaltungen im Mittelpunkt – beides stark beeinträchtigt durch die Corona-Pandemie. So beschloss man einstimmig, die für Freitag, 18. November, vorgesehene Jahreshauptversammlung ins Jahr 2021 zu verschieben. Der aktuelle Vorstand bleibt bis dahin im Amt. Bei dieser Versammlung sind Ehrungen für 25-, 40- und 50-jährige Mitgliedschaft vorgesehen. Ersatzlos gestrichen wurde die Jahresabschlussfeier von Vorstand, Beirat und der Helfer. Man kaum zudem überein, heuer keine Taschenkalender zu beschaffen.

Wegen Covid-19 war der Hirschauer Frühjahrsmarkt ausgefallen, bei dem man sich mit einem Info-Stand präsentieren wollte. Dem Virus fiel auch die Radfahrausbildung der Viertklässler in Hirschau, Ehenfeld und Schnaittenbach zum Opfer. Nicht stattfinden konnte außerdem die Ehrung der Schülerlotsen. Mit Lea Luft aus Kemnath war im vergangenen Schuljahr nur eine Buslotsin eingesetzt. Zum Dank erhielt sie von der Verkehrswacht eine Urkunde und einen Eis-Gutschein. Beides wurde ihr bei der Jahresabschlussfeier der Mittelschule Schnaittenbach von Rektorin Michaela Bergmann und Klassenlehrerin Silke Saller überreicht.

Zum Schulanfang wurden an die Erstklässler reflektierende Sicherheitsüberwürfe verteilt, so dass die Abc-Schützen verbessern in der dunklen Jahreszeit leichter zu sehen sind. Verkehrswacht-Finanzspritzen in Höhe von je 250 Euro erhalten die sieben Kindergärten des Betreuungsgebiets, das Geld soll für die Verkehrserziehung verwendet werden. Schatzmeister Siegbert Gmey hatte Erfreuliches zu berichten. Im Rahmen der Vereinsförderung erhielt man einen Zuschuss von der Stadt Hirschau. Die Verkehrswacht wird die Mittel und die Mitgliedsbeiträge satzungsgemäß zur Verbesserung der Verkehrssicherheit vorwiegend in den Kindergärten und Schulen einsetzen. Die Schulen und Kindergärten beider Städte sowie die Vorstandsmitglieder erhalten künftig die Zeitschrift „Mobil und sicher“.

Lebhaft diskutiert und kritisiert wurde die aktuelle Steuerung des Verkehrs an den Ampeln an der B 14 in Hirschau. Nach der Fahrbahnerneuerung und der Wiederinbetriebnahme der Ampelanlage musste man im Herbst 2019 feststellen, dass sich aus Richtung Schnaittenbach bei der Rot-Phase zeitweise ein Fahrzeugrückstau vom Klinger-Eck bis zur Einmündung der Mühlstraße oder sogar bis zu Einmündung der Staatsstraße aus Richtung Kohlberg bildet. Dies sei insbesondere dann zu beobachten, wenn zu der Fahrzeugschlange mehrere Lkw gehörten. Der Rückstau führe unter anderem zu einer starken Beeinträchtigung der Hauptzufahrt zum neuen Edeka-Markt, wurde bemängelt. Ursache für diesen unguten Zustand sei die Verdoppelung der Rot-Phase in Fahrtrichtung Westen auf rund 40 Sekunden. Die Grün-Phase betrage aktuell in Fahrtrichtung Westen nur noch 20 Sekunden. In Fahrtrichtung Osten sei derzeit keine nennenswerte Beeinträchtigung des Verkehrsflusses im Vergleich zur Ampelschaltung vor dem Umbau zu beobachten. In dieser Richtung fließe der Verkehr ähnlich gut wie vor der Fahrbahnerneuerung.

Vorsitzender Hubert Ritz ist im Auftrag der Gebietsverkehrswacht seit Herbst 2019 mit dem Straßenbauamt in Kontakt, um eine Verbesserung zu erwirken. Weshalb die Änderungen vorgenommen wurden, habe das Straßenbauamt auf telefonische Anfrage nach Neu-Inbetriebnahme der Ampelanlage 2019 nicht befriedigend beantworten können, sagte er. Auch der Stadtverwaltung Hirschau seien keine Gründe für die Änderung der Ampelzyklen bekannt. Ihr sei im Frühjahr 2020 lediglich eine Überprüfung der Ampelschaltung zugesagt worden. Leider habe das Amt nichts von sich hören lassen. An dem Missstand habe sich nichts geändert.

Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr oberstes Ziel der Verkehrswacht

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