12.09.2018 - 10:39 Uhr
HirschauOberpfalz

SPD-Generalsekretär zu Besuch am Monte Kaolino

Er ist eines der Top-Freizeitziele in der Region - der Monte Kaolino. Dass er aber nur aus Abfallprodukten besteht, das erfuhr Uli Grötsch, der Generalsekretär der Bayern-SPD, bei einem Besuch in den Amberger Kaolinwerken.

Rudi Wild (von links), Rudolf Bergmann, Bayern-SPD-Generalsekretär Uli Grötsch, SPD-Landtagskandidat Uwe Bergmann sowie AKW-Werksleiter Bernhard Neudecker, SPD-Bezirkstagskandidat Richard Gaßner und Divisionsleiter Ralf Jeffraim vor dem Truck, mit dem sie die Amberger Kaolinwerke besichtigen.
von Wolfgang RuppertProfil

(wpt) Die Dimensionen des Tagebaus und seine Bedeutung für die Region wollte SPD-Landtagskandidat Uwe Bergmann den SPD-Generalsekretär Uli Grötsch bei einem Besuch der Amberger Kaolinwerke (AKW) vor Augen führen. Dabei betonte Otto Hieber, Geschäftsführer der Quarzwerke GmbH: "Natürlich nehmen rohstoffgewinnende Unternehmen Eingriffe in die Natur vor. Es ist uns aber auch wichtig, diese so gering wie möglich zu halten." Stets sei es Ziel des Rohstoffherstellers gewesen, verantwortungsvoll und vernünftig nicht nur mit den Kommunen, sondern auch mit den direkten Nachbarn der Kaolinwerke umzugehen.

Bei einem zweistündigen Rundgang lernten die Politiker das Unternehmen genauer kennen. Neben allgemeinen Daten zu den Werken in Hirschau und Schnaittenbach erfuhr Grötsch auch, dass der Monte Kaolino eigentlich aus Quarz und Feldspat, den Abfallprodukten der Kaolingewinnung, entstanden ist. Besonderes Interesse zeigte der Generalsekretär der Bayern-SPD daran, ob das Unternehmen denn Probleme dabei habe, neue Lehrlinge zu finden. Zwar seien die Bewerberzahlen in den vergangenen Jahren zurückgegangen, Probleme allerdings bereite dies dem Unternehmen nicht, antwortete Hieber. "Früher hatte man Angst vor der Automatisierung, weil dabei Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Heute sind viele dazu gezwungen, weil sie die Arbeitskräfte nicht mehr herbekommen", fügte er an.

Chemnitz und Familiengeld

Zu den Ereignissen in Chemnitz merkte Grötsch an: "Das hat ganz deutlich vor Augen geführt, dass das nicht nur ein Problem dieser Stadt, sondern ein gesamtdeutsches ist. Rassismus ist in Deutschland wieder salonfähig geworden." Gegen solche Entwicklungen wolle die SPD ein solides Bollwerk darstellen. Auch zum schwelenden Konflikt der bayerischen Staatsregierung mit dem Bund in Bezug auf das bayerische Familiengeld nahm er Stellung. "Es instrumentalisiert bewusst die schwächsten Glieder in der Gesellschaft, die Kinder in den Hartz-IV-Familien." Zudem sei die Rechtmäßigkeit der Auszahlung weiterhin fraglich. Er forderte die Rückkehr zum Landeserziehungsgeld, das dann allen Kindern zustehe.

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