04.06.2019 - 15:15 Uhr
HirschauOberpfalz

"Trau Dich – keiner ist zu klein, um Helfer zu sein“

„Keiner ist zu klein, um Helfer zu sein!“ Dies gilt zumindest für all die Kinder, die einen „Trau-Dich-Kurs“ des Roten Kreuzes mitgemacht haben wie die zwölf Vorschulkinder des Marien-Kindergartens.

Für die Vorschulkinder des Marien-Kindergartens war beim „Trau-Dich-Kurs“ vor allem „Learning by Doing“ angesagt, wie hier beim Verbandanlegen. BRK-Mann Robert Sedlmeier verstand es ausgezeichnet, den Kindern die richtige Vorgehensweise zu vermitteln.
von Werner SchulzProfil
In intensiven Rollenspielen wurde das richtige Verhalten beim Auffinden eines Bewusstlosen geübt, angefangen von Ansprechen des Betroffenen über das Absetzen des Notrufes bis zum Lagern in der stabilen Seitenlage.
Strahlende Gesichter gab es rundum bei den Kindern, als sie ihren „Trau-Dich-Ausweis“ überreicht bekamen. BRK-Mann Robert Sedlmeier und KiTa-Chefin Christa Bauer gratulierten herzlich dazu.

Einen ganzen Vormittag lang übten die Mädchen und Buben eifrig das Helfersein. Kita-Leiterin Christa Bauer hatte dafür mit Robert Sedlmeier vom BRK Amberg-Sulzbach einen Fachmann ins Haus geholt. Er verstand es ausgezeichnet, die Kinder mit seinen durch eine Power-Point-Präsentation illustrierten Erklärungen und vor allem mit vielen praktischen Übungen zu fesseln. Nachdem alle gründlich nachgedacht hatten, wie Verletzungen zu vermeiden sind, war über weite Strecken "Learning by Doing" angesagt.

Goldrichtig lag der BRK-Mann mit der Bildergeschichte von den Bären "Faxi und Flori", bei der Flori beim Ballspielen stürzt und sich verletzt. Schon ging es an die erste Übung, das richtige Anbringen eines Heftpflasters. Jedes Kind bekam mit einem Lippenstift eine Wunde auf die Hand gemalt. Konzentriert befolgten die Kleinen die Anweisung, aus Hygienegründen auf keinen Fall die Wundabdeckung mit den Fingern anzufassen. "Gar nicht so einfach", meinte so mancher Knirps.

Das galt erst recht, wenn wegen einer größeren Verletzung ein Verband angelegt werden musste. Dank fachmännischer Hilfe gelang dies sehr bald. Schnelles Handeln, nämlich Kühlen, ist nötig bei Verbrennungen und Verbrühungen. Drei Stichwörter prägten sich die Kinder ein, falls jemand Nasenbluten bekommt - im Kindergarten durchaus nicht so selten: Trösten, fragen, was passiert ist, Erwachsene holen! Diese Regel gelte es auch anzuwenden bei einem Bienen- oder Wespenstich.

Im Rollenspiel intensiv geübt wurden die richtige Reaktion beim Auffinden eines Bewusstlosen, die stabile Seitenlage und das Absetzen eines Notrufs. Jedes Kind kannte die Notrufnummer 112. Richtig lebendig wurde es, als die Kinder ihre mitgebrachten Kuscheltiere holen und an ihnen das Verbandanlegen ausprobieren durften. Strahlende Gesichter gab es rundum, als die Kleinen ihren "Trau-Dich-Ausweis" erhielten. Robert Sedlmeier und Christa Bauer gratulierten dazu. Erste Hilfe stand aber nicht nur bei den Vorschulkindern auf dem Programm. Den anderen Kindern brachte das Kita-Personal das Thema in ihrem Gruppenraum näher.

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