27.10.2019 - 14:10 Uhr
HirschauOberpfalz

Trauerfeier für Dr. Klaus Schwinger in Hirschau

Es war eine besondere Trauerfeier für einen besonderen Menschen. Viele Hirschauer haben Abschied von Dr. Klaus Schwinger genommen, der vor einigen Tagen im Alter von 60 Jahren verstarb.

Bürgermeister Hermann Falk blickte bei der Trauerfeier von Dr. Klaus Schwinger im Hirschauer Josefshaus auf dessen Leben zurück.
von Fritz DietlProfil

Viele Freunde und Wegbegleiter haben zusammen mit Ehefrau Irene, den Kindern sowie der übrigen Verwandtschaft Abschied von Dr. Klaus Schwinger genommen. Unter ihnen war auch Landrat Richard Reisinger und die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger als Vertreterin des Bezirksverbands der Freien Wähler.

Sulzbach-Rosenberg

Bei der Trauerfeier im Hirschauer Josefshaus blickte Bürgermeister Hermann Falk auf das Leben Schwingers zurück. Der studierte Chemiker sei lösungsorientiert, rational und exakt gewesen. Auf der anderen Seite „sehr gesellig und humorvoll“. Laut Falk liebte er das Kochen und die Musik. Bei diesen Hobbys war er in seinem Element, was ja zum Beruf des Chemikers passt, sagte der Bürgermeister. Geboren am 19. März 1959 in Hirschau machte Schwinger 1979 am Amberger Gregor-Mendel-Gymnasium Abitur und studierte in Regensburg Chemie. Seit 2001 war er als selbstständiger, unabhängiger Berater tätig. Er habe sich immer für die Belange der Schwächeren und Ärmeren eingesetzt, sagte Falk. Darum engagierte er sich auch in der Politik. 1996 wurde er in seinem Heimatort Mitglied bei den Freien Wählern.

Als der Sarg aus dem Saal gebracht wurde, erhoben sich die Trauergäste von ihren Plätzen.

Für sie kandidierte er 2003 für den Landtag und 2002 und 2008 für das Amt des Landrats. Von 2002 bis 2012 war er im Hirschauer Stadtrat und von 2002 bis 2014 Kreisrat im Amberg-Sulzbacher Kreistag.

In seinem Heimatort war er besonders bei Anglerverein und Tischtennisclub Kolping aktiv. Den Grundsatz „we serve – wir dienen“ des Lions-Clubs Sulzbach-Rosenberg – hier war er viele Jahre Mitglied – machte er sich zu eigen: „Ich diene.“ Auch der Verein Sega, seelische Gesundheit im Alter, lag ihm sehr am Herzen. Er war dort nicht nur Mitglied, sondern von 2005 bis 2013 Zweiter Vorsitzender.

Unter den Trauergästen auch die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger und ihr Amberg-Sulzbacher Kollege Richard Reisinger.

Schwinger stand für Nachhaltigkeit und Regionalität und zeigte große Weitsicht bei der Regionalvermarktung. Die regenerativen Energien lagen ihm am Herzen, deshalb war er bei ZEN Ensdorf und der AOVE auf diesem Gebiet aktiv. Bürgermeister Falk beendete die Trauerfeier mit Worten von Dietrich Bonhoeffer: „Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung, aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“

Zum Schluss konnten die Trauergäste auf dem Hirschauer Friedhof am offenen Grab Abschied von Schwinger nehmen. Seit langem war bekannt, dass er gesundheitliche Probleme hatte, sein Tod kam aber für die meisten doch unerwartet.

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