07.02.2020 - 10:41 Uhr
HirschauOberpfalz

VdK Hirschau fordert: Über Klimaschutz das Soziale nicht vergessen

Die Bürgermeister Hermann Falk (Hirschau) und Peter Dotzler (Gebenbach) sind sich einig bei der Jahreshauptversammlung des VdK Hirschau: Wegen des alles beherrschenden Themas Klimaschutz besteht die Gefahr, dass das Soziale vergessen wird.

Der VdK ehrt langjährige und verdiente Mitglieder (vorn, von links): Ehrenvorsitzender Anton Eisert, Helmut Falk und Vorsitzender Leonhard Wischer; mittlere Reihe (von links): Hildegard Siegert, Margot Romeis und Johann Neger; hinten (von links): Bürgermeister Peter Dotzler (Gebenbach), VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty und Bürgermeister Hermann Falk (Hirschau).
von Werner SchulzProfil

VdK-Ortsvorsitzender Leonhard Wischer bekräftigte in der Mitgliederrunde im Schloss-Keller, dass der VdK nicht nur bundesweit, sondern auch vor Ort mit seinen 433 Mitgliedern ein starker Interessenvertreter für soziale Belange sei. Im Rückblick auf sein erstes Amtsjahr erinnerte Wischer an die von seinem Stellvertreter Ludwig Gruber organisierten und ausgebuchten Tagesausflüge. Anton Eisert, der 25 Jahre an der Spitze des Ortsverbandes gestanden habe, sei zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden. Wegen des schlechten Wetters habe der VdK sein Sommerfest kurzfristig absagen müssen. Regen Zuspruch habe das Fischessen in Gebenbach gefunden. Dank sagte Wischer der Frauenbeauftragten Erna Brauner für die Organisation der monatlichen Kaffeekränzchen, Josef Hösl für die weihnachtlichen Honig-Verteilaktion und Manuela Haas für das Engagement bei der Sammelaktion „Helft Wunden heilen“.

VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty informierte über die für Samstag, 28. März, geplante Großdemonstration in München, die unter dem Motto „Das soziale Klima retten“ stehe. In erster Linie gehe es dabei um die rentenpolitischen VdK-Forderungen. Der VdK verlange eine allgemeine Erwerbstätigenversicherung, bei der alle, also Arbeitnehmer, Selbstständige, Beamte und Abgeordnete, in eine gemeinsame Rentenkasse einzahlen. Sie zeigte sich überzeugt, dass man als größter deutscher Sozialverband etwas bewegen könne.

Für die Arbeit vor Ort dankten dem VdK die Bürgermeister Falk und Dotzler. Beide würdigten das primär gesellschaftliche Engagement und sahen im VdK einen kompetenten Vertreter für den gesamten Sozialbereich. Dies zeige auch die große Mitgliederzahl. "Der VdK ist das soziale Gewissen im Land", hieß es. Da er flächendeckend vor Ort sei, könne er individuelle Beratung und Unterstützung anbieten. Der Klimaschutz sei derzeit das beherrschende Thema - das Soziale laufe darüber Gefahr, vergessen zu werden. Peter Dotzler: „Es ist den Rentnern zu wünschen, dass die Erfolge in der Grundrente nicht von den Kosten der Klimapolitik aufgezehrt werden.“ Als große Aufgabe und finanzielle Herausforderung für die Gemeinden erachteten Falk und Dotzler die Erfüllung der VdK-Forderung nach Barrierefreiheit im öffentlichen Bereich.

Gemeinsam nahmen Vorsitzender Wischer, die Kreisvorsitzende Kies-Baldasty und die Bürgermeister die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder vor, allen voran des Ehrenvorsitzenden Anton Eisert, der den Ortsverband 25 Jahre lang als Vorsitzender erfolgreich geführt habe. Er wurde für 30-jährige Mitgliedschaft geehrt, Hildegard Siegert, Margot Romeis und Johann Neger für 25 Jahre und Helmut Falk für 10 Jahre.

Gisela König, die Verwaltungsleiterin der Caritas-Sozialstation, informierte die Anwesenden ausführlich über deren Leistungsangebot in der hauswirtschaftlichen Versorgung. Leonhard Wischer kündigte für dieses Jahr Tagesfahrten im Mai, Juli und September an. Die Ziele legt der Vorstand noch fest. Wenn es das Wetter erlaubt, soll auch ein Sommerfest stattfinden. Als Termin für das Fischessen stehe Sonntag, 25. Oktober, bereits fest.

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