15.08.2021 - 09:20 Uhr
HirschbachOberpfalz

Hirschbach und Amberg: Bergwacht wegen Kletterer und Mountainbiker im Einsatz

An einer Kletterwand im Hirschbachtal wäre eine Seilschaft mit Kind fast von einem herabstürzenden Baum erschlagen worden. Am Mariahilfberg in Amberg stürzt ein Mountainbiker und verletzt sich: In beiden Fällen rücken die Bergwachten aus.

Teile eines morschen Baums sind im Hirschbachtal über einen Fels hinabgestürzt und haben eine Gruppe Kletterer nur knapp verfehlt. Die Kletterwand ist nun vorerst gesperrt.
von Tobias Gräf Kontakt Profil

Eine Gruppe Kletterer ist im Hirschbachtal am Freitagabend, 13. August, einem Unfall nur knapp entgangen. Wie die Amberger Bergwacht in ihrem Pressebericht informiert, soll die Seilschaft mit einem Kind gegen 18 Uhr am Wandfuß unterwegs gewesen sein als plötzlich ein morscher Baum oberhalb der Felswand abgebrochen und nach unten gestürzt ist. Steine und Wurzelteile sollen mit nach unten gefallen und die Seilschaft nur knapp verfehlt haben, steht im Bericht.

Die Bergwachten aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg wurden zur Unterstützung und Fachberatung der Feuerwehren aus Hirschbach und Vorra hinzugerufen. Die Experten stellten fest, dass sich "oberhalb des Felsens zahlreiche weitere sichtbar umsturzgefährdete Bäume befanden". Sollten diese ebenfalls nach unten fallen, könnte dies für Kletterer lebensgefährlich sein. Die Polizei hat den Wandfuß deshalb vorerst gesperrt.

Der Wandfuß ist eine Kletterwand innerhalb der Hirschbachtaler Wand – einem Sektor des sogenannten "Schlaraffenlands" im Hirschbachtal.

Verletzter Mountainbiker am Mariahilfberg

Noch während der Einsatz im Hirschbachtal lief, wurde die Bergwacht in den Abendstunden über einen Notruf in Amberg alarmiert. Ein 34-jähriger Mountainbiker ist dort auf dem Mountainbiketrail am Mariahilfberg gestürzt – und hat sich dabei laut dem Bericht mittelschwer verletzt. Die Retter der Bergwacht machten sich in dem mittlerweile dunklen Waldgelände auf die Suche und fanden den Mann in unwegsamen Gelände schnell. Für die medizinische Erstversorgung war auch eine Bergwacht-Notärztin im Einsatz. Der verletzte Radler wurde mit einer Gebirgstrage und einem Bergrettungsfahrzeug zum bereitstehenden Sanka und anschließend ins Krankenhaus gebracht.

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