Hirschbach
19.08.2026 - 11:22 Uhr

Kirwa in Hirschbach bei hochsommerlichen Temperaturen

Fünf Tage lang stand Hirschbach im Zeichen seiner Kirwa. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde gefeiert, musiziert und altes Brauchtum gepflegt. Viele Gäste waren dabei, als die Kirwaboum und Kirwamoila ihre Traditionen lebendig hielten.

Den Auftakt bildete am Donnerstag, 13. August, die traditionelle Vuglsuppn mit der „Lousn Blousn“. Am Freitag wurde die Kirwa im Gasthof Goldener Hirsch, dem traditionellen „Zuber“, ausgegraben und damit offiziell eröffnet.

Zunächst rückte am Samstag der Kirwabaum in den Mittelpunkt. Er stammte aus dem Reichental und wurde von Michael Höfler gespendet. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde der Baum schließlich unter der Leitung von Höfler und mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Helfer aufgestellt. Am Abend sorgte „X’Ploushn“ mit Live-Musik für beste Stimmung und einen gelungenen Abschluss des Samstags.

15 Kirwapaare beim Baumaustanzen

Der Sonntag begann mit dem Gottesdienst in der Hirschbacher St.-Wolfgangs-Kirche. Anschließend machten sich die Kirwapaare auf ihren Zug durch das Dorf. Am Nachmittag folgte das traditionelle Baumaustanzen. Insgesamt waren in diesem Jahr 15 Kirwapaare dabei. Als Kirwachefs führten Samuel Sommer und Max Schneider die Gruppe an. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen zeigten die Paare ihre einstudierten Tänze und sangen vor dem zahlreichen Publikum ihre Kirwalieder. Besonders erfolgreich waren Pia Spieß und Kevin Keck aus Unterklausen, die zum zweiten Mal in Folge zum Oberkirwapaar gekürt wurden.

Beim Austanzen spielten ausschließlich Hirschbacher Musikanten auf. Nach dem traditionellen Tanz um den Kirwabaum wurde weitergefeiert. „Power hoch 5“ sorgte für musikalische Unterhaltung. Die inoffizielle Hirschbach-Hymne „Fliege mit mir in die Heimat, fliege mit mir ins Hirschbachtal hinein“ durfte nicht fehlen und wurde von der Band unzählige Male angestimmt.

31 Musikanten beim Nachkirwamontag

Mit dem Musikantenfrühschoppen am Nachkirwamontag fand die Hirschbacher Kirwa ihren Abschluss. Seit Jahrzehnten ist dieser Frühschoppen weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und füllt dabei jedes Jahr am Vormittag bereits das Festzelt bis auf den letzten Platz. Auch Landrat Richard Reisinger ist jedes Jahr dabei. Insgesamt spielten 31 Musikanten beim Frühschoppen. Sie kamen aus der gesamten Gemeinde Hirschbach und der näheren Umgebung, aber auch aus Mittelfranken, Sulzbach-Rosenberg und Neuhaus.

Unter den Musikanten waren fünf Tubaspieler und vier Frauen. Ein ganz besonderer Lokalmatador ist Willi Hafner. Mit seinen 90 Jahren ist er der älteste aktive Musikant. „Ohne den Willi und den Klaus Hauenstein geht’s einfach nicht“, brachte Organisatorin Marina Rischan die Bedeutung der beiden langjährigen Musikanten auf den Punkt.

Kirwabaum austanzen

Bis in die späten Nachmittagsstunden wurde musiziert und gefeiert. Als die Gäste das Hirschbachtal schließlich wieder verlassen hatten, war die Kirwa aber noch nicht vorbei. In kleiner Runde machten sich die „alten Kirwapaare“ ans Austanzen.

Die verbliebenen vier Musikanten sorgten dabei für die letzten bayerischen Klänge des Wochenendes. Und auch bei den „Alten“ wurde ein Oberkirwapaar gekürt: Johannes Sommer und Krissi Albert durften den Titel als „junges“ Paar übernehmen.

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