14.08.2018 - 14:37 Uhr
HirschbachOberpfalz

Es trifft den Chef

„Und wenn a mal a Kirwa is und wenn ma dou niat lustig is“: Die Gefahr, von der dieses Lied erzählt, besteht am langen Kirchweihwochenende in Hirschbach zu keiner Zeit.

Alle Kirwapaare nach dem Austanzen mit den Musikanten. Hinter der Tuba kniet das Oberkirwapaar Manfred Appel und Kristina Albert.

Schon bei der Vogelsuppe in der „Kurv’n“ war Musik Trumpf. Marco Regler und Rudi Kohler unterhielten ein volles Haus bei lauen Temperaturen am Donnerstag Abend. Am Freitag sorgte Klaus Hauenstein im Gasthaus Goldener Hirsch für die musikalische Begleitung beim Ausgraben der Kirwa. Im Festzelt spielte zeitgleich die Band „Bretterboden“ für das jüngere Publikum.

Am Samstag am frühen Morgen wurde dann der Kirchweihbaum in der Nähe der Mittelbergwand „geerntet“ und anschließend in Unterhirschbach verziert. Dann beförderte ihn ein Dieselross zum Festplatz, wo ihn Kirchweihburschen und freiwillige Helfer in die Senkrechte hievten und fest verkeilten. Die passende Musik dazu lieferten lauter Hirschbacher Eigengewächse, unterstützt von Julia Linhart aus Klausen an der Klarinette. Am Abend sorgte Aeroplane für Stimmung im Festzelt. Der Kirwaverein hielt Essen und Trinken bereit. Schiffschaukel, Schieß- und Losstand durften nicht fehlen.

Am Sonntagmorgen trafen sich die Kirchweihpaare zum Gottesdienst in der St.-Wolfgangskirche, um sich danach unter der Linde beim Goldenen Hirschen zu versammeln und den Umzug durchs Dorf zu starten. Beim fahrbaren Untersatz hatte es im Vorfeld ein kleines Problem gegeben, das aber am Samstag Abend noch gelöst werden konnte.

Nach dem Umzug wurde dann der Kirchweihbaum ausgetanzt, 15 Paare, unter ihnen die Cora aus dem Allgäu, ermittelten ein Oberkirwapaar. Sieben Musikanten aus Hirschbach, Klausen und Achtel spielten zu einer langen Runde um den Baum. Der Wecker wollte und wollte einfach nicht klingeln. Aber als er es doch tat, hatte das „richtige“ Paar den Strauß in der Hand – der Chef der Kirwaboum, Manfred Appel, und sein Moidl Kristina Albert aus Vorra.

Nach dem Ehrentanz zog die Gemeinde in das Bierzelt ein, und eine ähnlich große Gästeschar musste außen herum Platz nehmen. Von da an übernahm „Vullgas“ das Kommando und schlug auch ein entsprechendes Tempo an. Bis weit nach Mitternacht wurde getanzt, und es soll Leute gegeben haben, die in dieser Nacht kein Bett gebraucht haben.

Vor dem großen Auftritt am Kirwabaum üben die Paare lieber nochmal vor dem Goldenen Hirschen.
Auf allen vieren bewältigt Kristina Albert den Weg zu ihrem Geschenk am Kirwabaum.
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